US-Vergeltung nach Irans Angriff: Trumps nächster Schritt
US-Vergeltung nach Irans Angriff: Trumps nächster Schritt

USA bombardieren iranische Ziele nach versuchtem Angriff

Die USA haben in der Nacht erneut militärische Ziele im Iran bombardiert. Das US-Militär erklärte auf X, es habe Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen attackiert. Die Angriffe seien eine „entschlossene Antwort“ auf den versuchten iranischen Überraschungsangriff vom Mittwoch auf US-Truppen im Nahen Osten gewesen. Iranische Medien berichteten von Explosionen im Süden des Landes, darunter auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus und in der Provinz Buschehr.

Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, die Angriffe zielten darauf ab, „die Bedrohungen, die vom Iran und seinen Stellvertretern für die amerikanischen Streitkräfte, die Handelsschifffahrt und die Nachbarländer am Persischen Golf ausgehen“, weiter zu verringern. Es war der erste US-Luftangriff auf iranisches Gebiet seit dem 25. Juli, als eine mehrtägige Pause der nächtlichen Schläge begann. Der Iran hatte daraufhin vorübergehend ebenfalls seine Angriffe ausgesetzt.

Iran setzt auf „dosierte Eskalation“

Der iranische Angriff vom Mittwoch galt laut Angaben der Revolutionsgarden einer US-Militärbasis in Jordanien. Centcom zufolge wurden alle Raketen abgefangen. US-Präsident Donald Trump drohte umgehend mit Vergeltung. Das „Wall Street Journal“ berichtete, die iranischen Revolutionsgarden sähen sich im Vorteil. Der Iran-Experte Hamidreza Azizi sagte der Zeitung: „Sie sehen sich selbst im Vorteil.“ Der Angriff sei ein Signal für eine „dosierte Eskalation“. Die Revolutionsgarden hätten seit der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Ende Februar eine dominantere Rolle in der iranischen Führung eingenommen.

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Laut NBC News zitierte ein US-Beamter Trump mit den Worten: „Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen.“ Trump sei über die verfahrene Lage „verärgert“ und habe nicht erwartet, dass es so schwierig sein würde, die Iraner zu einer Einigung zu bewegen. Zudem könnten sich Trumps Sicherheitsberater nicht auf eine Strategie einigen, so der Sender.

Zwei Optionen für Trump: Intensiv-Angriffe oder Diplomatie

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hat Centcom-Kommandeur Brad Cooper eine Option für zehn- bis 14-tägige intensive Luftangriffe zur Schwächung der iranischen Raketenkapazitäten ausgearbeitet. Trump könne sich entweder für Coopers Option entscheiden – wenngleich es Warnungen gibt, dass den USA die Munition für die Luftabwehr ausgeht – oder für einen begrenzten Schlag in der Hoffnung, dass der diplomatische Weg weiterverfolgt werden kann. Ob es bei dem nun erfolgten Angriff bleibt, ist abzuwarten.

Neue US-Sanktionen gegen Iran

Die US-Regierung verhängte neue Sanktionen, die sich unter anderem gegen zwei Unternehmen richten, die nach ihren Angaben an einem von Irans Revolutionsgarden unterstützten Erpressungssystem rund um die Straße von Hormus beteiligt sind. Handelsschiffe würden zu einer obligatorischen „Versicherung“ gezwungen, um die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge zu passieren. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte: „Die Vereinigten Staaten werden nicht zulassen, dass der Iran den globalen Handel als Geisel nimmt oder die internationale Schifffahrt nutzt, um den Terrorismus, die Aggression und die Unterdrückung durch die IRGC zu finanzieren.“

Die Straße von Hormus ist seit Monaten ein zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran. Der Iran beansprucht die Kontrolle, die USA fordern freie Schifffahrt wie vor dem Kriegsbeginn am 28. Februar. Mitte Juni vereinbarten beide Seiten ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges, und seit April galt eine Waffenruhe. Trump erklärte diese jedoch für beendet, und Teheran fühlt sich nicht mehr an die Absichtserklärung gebunden.

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