Die Spannungen im Iran-Krieg halten an: Die USA fordern vom Iran umfassenden Zugang für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zu den bombardierten Atomanlagen. Ein entsprechender Resolutionsentwurf wurde im Vorfeld einer IAEA-Sitzung an andere Länder weitergeleitet. Der Iran müsse der Behörde die Dokumentation über Atommaterial und seine bewachten Atomanlagen zur Verfügung stellen, heißt es darin. Zudem müsse der Organisation unverzüglich jeglicher Zugang gewährt werden, den sie zur Überprüfung dieser Informationen benötigt.
USA schließen Aufhebung der Iran-Sanktionen ohne Friedensabkommen aus
US-Präsident Donald Trump schließt die Aufhebung der Iran-Sanktionen ohne ein Friedensabkommen aus. In der NBC-Sendung „Meet the Press“ erklärte er, eingefrorene iranische Vermögenswerte würden erst nach Abschluss eines Abkommens freigegeben. Die USA stünden kurz vor einer Einigung, andernfalls werde er das Land massiv angreifen, drohte Trump erneut. Zugleich zeigte er sich bereit, mit dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, zu sprechen, der bei US-Angriffen Ende Februar verwundet wurde.
Opec+ erhöht Förderziele trotz Hormus-Blockade
Das Ölkartell Opec+ hat erneut eine Erhöhung seiner Förderziele beschlossen. Die sieben Kernmitglieder einigten sich darauf, ihre Quoten ab Juli um rund 188.000 Fass pro Tag zu erhöhen. Es ist bereits die vierte Anhebung innerhalb von vier Monaten. Allerdings können einige Mitglieder wegen der Blockade der Straße von Hormus nicht mehr fördern und verschiffen.
Israel greift Ziele im Libanon und Gazastreifen an
Das israelische Militär hat nach Regierungsangaben „terroristische“ Stützpunkte in den südlichen Vororten Beiruts angegriffen. Die Angriffe auf die Hisbollah-Hochburg Dahiyeh seien eine Reaktion auf Beschuss aus dem Libanon. Zudem wurden bei einem israelischen Angriff im südlichen Gazastreifen fünf Palästinenser getötet. Die Polizeikräfte dort werden von der Hamas kontrolliert. Offiziell gilt seit Oktober eine Waffenruhe.
Pakistan vermittelt zwischen Iran und USA
Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi reist nach Teheran, um den Dialog zwischen Iran und USA zu fördern. Ziel sind hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten. Naqvi gilt als enger Vertrauter des Armeechefs Asim Munir, der gute Kontakte zu US-Präsident Trump haben soll. Auch der libanesische Armeechef General Rudolf Haykal reist nach Pakistan, das als Vermittler in dem Konflikt fungiert.
Iran warnt Nachbarn vor Unterstützung von US-Angriffen
Der Iran hat die Nachbarstaaten erneut davor gewarnt, ihr Territorium für US-Militäroperationen zur Verfügung zu stellen. Die Länder der Region sollten den Grundsatz guter Nachbarschaft beachten, erklärte das Außenministerium in Teheran. Hintergrund sind US-Angriffe auf Radaranlagen im Süden des Iran, die Teheran als Verstoß gegen die Waffenruhe vom April 2026 wertet. Der Iran forderte den UN-Sicherheitsrat auf, die „illegalen Handlungen der USA“ zu prüfen.
US-Militär schießt iranische Drohnen ab
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Straße von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Diese hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt dargestellt. Zuvor hatte das US-Militär vier iranische Drohnen abgewehrt und anschließend Radarstationen auf der Insel Qeschm und im Ort Goruk attackiert. Die iranischen Revolutionsgarden kündigten Vergeltung an.
Kuwait und Bahrain unter Beschuss
Kuwait meldet erneute feindliche Angriffe mit Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Auch in Bahrain heulen Alarmsirenen. Das US-Militär gab an, mehrere vom Iran auf Kuwait und Bahrain abgefeuerte Raketen abgefangen zu haben. Bahrains Außenministerium verurteilte die Angriffe scharf. Kuwait kauft unterdessen für zwei Milliarden US-Dollar ein Drohnenabwehrsystem aus den USA.
Israel ruft Bewohner im Südlibanon zur Evakuierung auf
Die israelische Armee hat alle Einwohner von fünf Ortschaften im Südlibanon zur sofortigen Evakuierung aufgefordert. Sie sollten sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Der Evakuierungsbefehl wurde mit Verstößen der Hisbollah gegen die Waffenruhe begründet. Hisbollah-Chef Naim Kassim hatte die Vereinbarung zwischen der libanesischen Regierung und Israel abgelehnt.
Putin-Vertrauter warnt vor Folgen der Hormus-Blockade
Der Chef des russischen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, warnte vor den Folgen einer Schließung der Straße von Hormus. In einem solchen Fall könnten auch andere wichtige Seewege wie die Straße von Malakka und die Meerenge Bab al-Mandab gefährdet sein. Er warf den USA vor, die globalen Energiemärkte zum eigenen Vorteil umzugestalten. US-Energieunternehmen seien die Hauptprofiteure der Blockade.



