Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich in der Golfregion erneut verschärft. Das US-Militär gab bekannt, zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen zu haben, die eine unmittelbare Bedrohung für den internationalen Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus darstellten. Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte auf der Plattform X, die Drohnen seien in Richtung der Schifffahrtsroute gestartet worden. Die amerikanischen Streitkräfte blieben in Alarmbereitschaft und seien bereit, sich weiterhin gegen iranische Aggressionen zu verteidigen, hieß es weiter.
Israelische Armee greift Hisbollah-Stellungen an
Parallel zu den Vorfällen im Golf meldete die israelische Armee umfangreiche Angriffe auf die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon. Innerhalb von 48 Stunden seien rund 150 Ziele im Süden des Landes attackiert worden, darunter Waffenlager, Kommandozentralen und Raketenabschussvorrichtungen. Bei einem dieser Angriffe wurden nach Angaben der libanesischen Armee drei Soldaten getötet. Das israelische Militär erklärte, das angegriffene Fahrzeug habe sich verdächtig in einer aktiven Kampfzone bewegt. Der Vorfall werde geprüft. Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte die Attacke scharf und forderte ein Ende der israelischen Aggression.
Pakistan als Vermittler
Inmitten der Eskalation bemüht sich Pakistan um eine diplomatische Lösung. Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi reiste nach Teheran, um zwischen dem Iran und den USA zu vermitteln. Geplant seien hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten, wie aus Sicherheits- und Diplomatenkreisen verlautete. Naqvi gilt als enger Vertrauter des Armeechefs Asim Munir, dem gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt werden. Bereits zuvor hatten sich beide Innenminister in Kirgistan getroffen und die Notwendigkeit eines nachhaltigen Friedens betont.
Iran droht mit Schließung der Straße von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden drohten mit einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte, sollten die Machenschaften der USA andauern. Das US-Militär wies indes iranische Angaben zurück, wonach das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain beschädigt worden sei. US-Präsident Donald Trump schätzte unterdessen, dass der Iran noch über etwa 20 Prozent seiner Raketen aus der Zeit vor dem Krieg verfüge.
Die Lage in der Region bleibt äußerst volatil. Das Auswärtige Amt riet von Reisen nach Kuwait und Bahrain ab und wies auf die Möglichkeit erneuter Verschärfungen der Sicherheitslage hin. Der Iran forderte den UN-Sicherheitsrat auf, gegen die offensichtliche Verletzung der Waffenruhe durch die USA vorzugehen.



