USA und Iran: Einigung zur Straße von Hormus steht kurz bevor
USA und Iran: Einigung zur Straße von Hormus naht

Die USA, der Iran und der Oman stehen einem Medienbericht zufolge unmittelbar vor einer Übergangslösung zur Wiederöffnung der für die globale Handelsschifffahrt kritischen Straße von Hormus. Das US-Portal „Axios“ meldet unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion, dass eine Einigung bereits für diesen Mittwoch angestrebt werde. Die Übergangslösung solle mehrere Forderungen des Iran erfüllen und ihm mehr Kontrolle über die strategisch bedeutsame Meerenge einräumen, als er vor dem Krieg besaß.

Hintergrund der Verhandlungen

Die Gespräche finden vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts statt, der durch Luftangriffe auf den Iran Ende Februar eskalierte. Obwohl eine umfassende Beilegung des Konflikts nicht in Sicht ist, könnte die Einigung zur Straße von Hormus als wichtiger erster Schritt gelten. Das Weiße Haus und andere US-Behörden haben sich bislang nicht offiziell geäußert.

Signale der Annäherung

Bereits am Dienstag mehrten sich Hinweise, dass eine Ankündigung unmittelbar bevorstehen könnte. US-Finanzminister Scott Bessent und Madschid al-Ansari, ein Sprecher des katarischen Außenministeriums, deuteten in ersten Stellungnahmen eine mögliche Einigung an. Auf die Frage nach einer möglichen Gebührenerhebung für die Durchfahrt erklärte Bessent, er gehe von einer freien Passage aus.

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Schiffsverkehr weit unter Vorkriegsniveau

Die anhaltenden Spannungen belasten den Schiffsverkehr in der Region erheblich. In der vergangenen Woche passierten durchschnittlich nur etwa 16 Schiffe täglich die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Vor den Luftangriffen Ende Februar lag die Zahl Branchendiensten zufolge zwischen 60 und 140 Schiffen pro Tag.

Zusätzliche Bedrohung im Roten Meer

Neben der Straße von Hormus ist auch der Seeweg Bab al-Mandab am Ausgang des Roten Meeres betroffen. Dort beeinträchtigen Drohungen und Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen die Schifffahrt, insbesondere in Richtung Saudi-Arabien. Diese zusätzliche Belastung verschärft die ohnehin angespannte Lage im internationalen Seehandel.

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