Die Vereinigten Staaten haben neue Zölle gegen 60 Handelspartner angekündigt. Betroffen sind Einfuhren, die nach Ansicht der US-Regierung mit Zwangsarbeit in Verbindung stehen. Der Zusatzzoll beträgt 10 beziehungsweise 12,5 Prozent, wie das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer am Donnerstag mitteilte.
EU-Produkte ebenfalls betroffen
Unter die neuen Abgaben fallen auch bestimmte Produkte aus der Europäischen Union. Welche Waren genau betroffen sind, wurde zunächst nicht im Detail aufgeschlüsselt. Die Maßnahme tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.
Begründung: Zwangsarbeit
Die US-Regierung wirft den betroffenen Ländern vor, nicht ausreichend gegen Zwangsarbeit vorzugehen. „Wir dulden keine Produkte, die durch ausbeuterische Arbeitspraktiken hergestellt wurden“, erklärte Handelsbeauftragter Greer. Die Zölle seien ein notwendiges Instrument, um faire Handelsbedingungen durchzusetzen.
Reaktionen aus der EU
Die Europäische Union kritisierte die Entscheidung scharf. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte: „Wir bedauern die einseitigen Maßnahmen der USA. Sie gefährden den transatlantischen Handel und schaden beiden Seiten.“ Die EU prüfe nun Gegenmaßnahmen.
Auswirkungen auf den Welthandel
Ökonomen warnen vor einer Eskalation des Handelskonflikts. Die neuen Zölle könnten Lieferketten stören und Verbraucherpreise in den USA und Europa in die Höhe treiben. Betroffen sind neben der EU auch Länder aus Asien, Afrika und Lateinamerika.



