Jürgen Klopp (59) tritt heute seinen Job als Bundestrainer an und wird um 11 Uhr auf einer großen Pressekonferenz in Frankfurt vorgestellt. Vorab gab die Trainer-Legende private Einblicke in seine Beweggründe für die Rückkehr an die Seitenlinie – und nannte dabei seinen Enkel als einen entscheidenden Faktor.
Enkel als Motivation für Klopps Comeback
In einem halbstündigen Gespräch mit dem jungen Redakteur Maxi Meyer-Hohnsbein, das im Rahmen des Podcasts „Kerners11“ von MagentaTV aufgezeichnet wurde, sprach Klopp über seine Familie. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war seine Rückkehr als Trainer noch nicht offiziell bestätigt. Meyer-Hohnsbein fragte: „Wenn du noch mal Trainer wirst, was macht das mit dir, wenn dein Enkel auf der Tribüne sitzt?“
Klopps Antwort war herzerwärmend: „Er war ein Jahr alt, als ich in Liverpool verabschiedet wurde. Das waren supersüße Bilder – da sitzt er da im Liverpool-Trikot. Jetzt ist er drei Jahre. Keine Ahnung, was das für ein Gefühl sein wird, wenn es dazu kommt. Aber einer von 1000 Gründen, warum man dann doch wieder zurückkehrt, ist er.“
Opa-Rolle und Fußball-Erziehung
Klopp wurde vor drei Jahren durch seinen Sohn Marc (37) erstmals zum Opa. Er genießt die Rolle sichtlich, gesteht aber auch, dass der Trainer in ihm manchmal durchkommt: „Mein Enkel fängt jetzt an, ein bisschen zu kicken. Da nicht direkt mit ihm in eine Trainingseinheit einzusteigen, sondern zu warten und zu gucken, wie viel Spaß er daran hat, das fällt uns allen nicht so leicht.“
Weiter verriet er: „Immer wenn der Ball da rumliegt, kicken wir ihn mal weg. Seine Schusstechnik ist gut. Er wird Spaß am Fußball haben, die wohnen in der Nähe des Sportplatzes. Also er kommt nicht drumrum. Irgendwann will er da hundertprozentig hin – weil die anderen schon da sind.“
Großeltern-Glück ohne Grenzen
Auf die Frage, ob bei Opa Jürgen alles erlaubt sei, antwortete Klopp lachend: „Also wenn er ein bisschen unruhig und unleidlich wird, da frage ich schon mal, wo man Eis essen kann. Zu oft wäre da auch doof, aber mit drei darf man natürlich praktisch alles. Er ist ein guter Junge, er macht viel Freude. Und deshalb haben wir noch nicht darüber nachgedacht, wo wir die Grenze setzen müssen. Das ist ja das Beste an Oma und Opa, das ist Weltklasse. Wir sind nur für die schönen Momente da.“
Klopp, der mit seiner Frau Ulla die Opa- und Oma-Rolle genießt, freut sich auf viele weitere schöne Momente – mit dem Enkel auf der Tribüne und als neuer Bundestrainer. Die offizielle Vorstellung findet heute um 11 Uhr in Frankfurt statt.



