Van Aken wirft Weber Zusammenarbeit mit AfD vor: „Dafür verachte ich Sie“
Van Aken zu Weber: „Dafür verachte ich Sie“

Ein hitziges Wortgefecht lieferten sich Linken-Chef Jan van Aken und CSU-Vize Manfred Weber in der Talkshow von Sandra Maischberger. Im Mittelpunkt standen die europäische Migrationspolitik, das Verhältnis zur AfD und die Rolle von Markus Söder. Van Aken warf Weber vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten, und sagte: „Das haben Sie mit der AfD durchgesetzt, und dafür verachte ich Sie.“

Maischberger bringt Weber wegen Söder in Bedrängnis

Eigentlich wollte Maischberger wissen, ob van Aken in der Migrationspolitik einen Unterschied zwischen Söder und Weber sehe. Van Aken verneinte und warf Weber vor, direkter mit der AfD und Rechtsextremen zusammenzuarbeiten als Söder. Maischberger sprach Weber auf seinen Pfingstbrief an, der als Angriff auf Söder gelesen wurde. Weber betonte, es gebe in der CSU derzeit keine Führungsdiskussion, kündigte aber an, über das Führungspersonal von morgen zu sprechen.

Van Aken macht Weber schwere Vorwürfe

Van Aken warf Weber vor, die EVP habe mit rechten Kräften an Abschiebezentren in Drittstaaten gearbeitet. Als Beispiel nannte er das britische Ruanda-Modell, bei dem 809 Millionen Euro gezahlt wurden, aber nur vier Menschen abgeschoben wurden. Weber argumentierte, dass es um Menschen gehe, die sich illegal in Europa aufhielten, und dass die Abschiebequote bei 28 Prozent liege. Er plädierte für neue Instrumente wie Zentren in Albanien nach europäischem Standard.

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Maischberger bringt Merz ins Spiel

Als Maischberger Bundeskanzler Friedrich Merz ins Spiel brachte, der Webers Vorgehen kritisiert hatte, geriet Weber in Erklärungsnot. Er betonte, im Europaparlament gebe es keine festen Koalitionen, und die Behauptung, die AfD habe Einfluss gehabt, sei ein „AfD-Spin“. Maischberger fragte nach, ob der Kanzler dann auf einen AfD-Spin hereingefallen sei. Eine klare Antwort blieb Weber schuldig.

Linken-Chef: „Niemals ein Gespräch mit der AfD“

Van Aken erklärte, bei ihm gebe es niemals ein Gespräch mit der AfD, und warf Weber vor, mit einer WhatsApp-Gruppe mit rechten Parteien die Nazis salonfähig zu machen. Weber konterte, es sei gut, dass Leute außerhalb des Europäischen Parlaments das kommentierten. Maischberger brach den Streit ab, ohne dass Weber die Vorwürfe überzeugend entkräften konnte. Während Weber Rückkehrzentren als Instrument gegen Kontrollverlust verteidigte, beschrieb van Aken sie als rechtsstaatlich fragwürdig und politisch vergiftet.

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