Berlin. So viel Optimismus hört man derzeit selten. „Die Globalisierung ist nicht tot“, sagt Alois Zwinggi, neuer Chef des World Economic Forum (WEF). Der Ausrichter des legendären und umstrittenen Weltwirtschaftsgipfels von Davos setzt auf die Stärken Europas.
Europa hat das nötige Wissen
In Zeiten des Irankriegs, von Energieengpässen und eines kühlen Verhältnisses zu US-Präsident Donald Trump müsse Europa auf seine Stärken setzen, betont Zwinggi: „Wir haben das Wissen, hervorragend ausgebildete Fachkräfte und eine starke industrielle Basis.“ Das größte Problem sei nicht das fehlende Wissen, sondern der mangelnde Mut zum Risiko. Er nennt einen Hebel, der am schnellsten wirken könnte: mehr Risikobereitschaft in der Wirtschaft und Politik.
Antrittsbesuch in Berlin
In dieser Woche stellte sich der Schweizer offiziell als Nachfolger von Børge Brende an der Spitze des WEF vor. Brende war im Februar im Zuge der Epstein-Affäre zurückgetreten. Bei seinem Antrittsbesuch in Berlin traf Zwinggi Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sowie rund 50 Vorstandschefs. Das Handelsblatt hat ihn am Rande des Treffens gesprochen.
Sorge trotz Optimismus
Im Laufe des Gesprächs weicht der Optimismus zuweilen der Sorge: Bei den wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs sieht er eine neue „Eskalationsstufe“. Er verrät auch seine Pläne für Davos 2027. Lesen Sie hier das vollständige Interview mit dem WEF-CEO Alois Zwinggi.



