WM 2026: Eröffnung in Mexiko von Protesten begleitet – Live-Blog
WM 2026: Eröffnung in Mexiko von Protesten begleitet

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist eröffnet. Im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt fand am Donnerstagabend die Auftaktzeremonie statt, bevor Gastgeber Mexiko gegen Südafrika antrat. Doch die Feierlichkeiten wurden von Protesten und Sicherheitsbedenken überschattet.

Proteste in Mexiko überschatten WM-Start

Bereits vor dem Anpfiff kam es in verschiedenen Regionen Mexikos zu Demonstrationen. Lehrer und Angehörige von Vermissten nutzten die mediale Aufmerksamkeit, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. In Mexiko-Stadt gingen radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE auf die Straße, um gegen eine umstrittene Rentenreform zu protestieren. Die Polizei sicherte den internationalen Flughafen mit Hunderten Beamten, um mögliche Blockaden zu verhindern.

Die Eröffnungsfeier selbst war eine halbstündige Show mit traditioneller Kleidung, modernen Pop-Rhythmen und viel Gold. Stars wie Shakira und Burna Boy traten auf und präsentierten den offiziellen WM-Song „Dai Dai“. Auch Salma Hayek war Teil der Zeremonie. Trotz der Proteste gelang es der Stadt, die Sorgen um den Auftakt vorerst zu zerstreuen.

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Haiti muss WM-Trikot wegen kriegerischem Motiv ändern

Kurz vor Turnierbeginn musste Haiti sein Trikot für die WM ändern. Der kolumbianische Hersteller Saeta reagierte auf ein Verbot des Weltverbands FIFA, das ursprüngliche Design zu verwenden. Auf der Vorderseite des Trikots war eine Grafik zur letzten Schlacht des haitianischen Unabhängigkeitskrieges von 1803 zu sehen. Saeta betonte, das Motiv sei nicht als politisches Statement gedacht gewesen, sondern als Hommage an die Menschen, die für Haitis Zukunft kämpfen. Das Unternehmen wird die geforderten Änderungen vornehmen, nannte jedoch keine Details.

US-Investor fordert Geld von spanischer Nationalmannschaft

Ein kurioser Fall beschäftigt die spanische Nationalmannschaft: Der US-Investor Blasket, spezialisiert auf erneuerbare Energien, versucht, Ansprüche von über 200 Millionen Euro gegen den spanischen Staat beim nationalen Fußballverband geltend zu machen. Die Anwälte der Firma verschickten Schreiben an den Verband, die FIFA, den Ausrüster Adidas und das Teamhotel in Chattanooga. Sie verlangen Auskunft darüber, ob der spanische Staat Geld bei ihnen hinterlegt hat. Ein spanischer Regierungssprecher wies die Forderungen zurück und betonte, dass der Fußballverband eine private Organisation sei.

FBI-Chef: WM größte Sicherheitsherausforderung der US-Geschichte

FBI-Chef Kash Patel bezeichnete die Fußball-WM als historische Sicherheitsherausforderung für die USA. Mit 48 Mannschaften, 36 Quartieren und elf Stadien allein in den USA sowie erwarteten drei Millionen Besuchern sei das Turnier eine der größten Sicherheitsherausforderungen, die es je gegeben habe. Die Bedrohungen reichten von Drohnen, Spionen und Terroristen bis hin zu gewaltbereiten Fans und kriminellen Kartellen.

Massenhaft gefälschte WM-Trikots in Hongkong beschlagnahmt

Die Zollbehörden in Hongkong beschlagnahmten vor WM-Beginn massenhaft gefälschte Sportartikel mit WM-Bezug. Der Schätzwert der 230.000 sichergestellten Artikel, darunter rund 30.000 Trikots, liegt bei umgerechnet mehr als 17 Millionen Euro. Ein Ermittler sagte, einige der Trikots seien so gut gemacht, dass gewöhnliche Verbraucher sie nicht von Originalen unterscheiden könnten.

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Weitere Themen im Überblick

  • DFB-Elf: Die deutsche Nationalmannschaft geht als Weltranglisten-Zehnter in die WM. Titelverteidiger Argentinien ist neue Nummer eins.
  • Schiedsrichter aus Somalia: Omar Artan wurde die Einreise in die USA verweigert. Die UEFA nominierte ihn nun für den europäischen Supercup.
  • Iran: Der iranische Sportminister droht mit Spielabbruch bei politischen Protesten im Stadion.
  • Senegal: Das Team wies Berichte über Schikane bei der US-Einreise zurück.
  • Umfrage: Die WM bringt in Deutschland kein Konsum-Feuerwerk. Nur jeder Fünfte will Fanartikel kaufen.
  • Schweden: Der Verband plant eine landesweite Trikot-Aktion mit dem Aufruf „Alle in Blau-Gelb“.

Die WM 2026 verspricht ein Turnier der Superlative zu werden, doch die Schattenseiten sind nicht zu übersehen. Proteste, Sicherheitsbedenken und kuriose Rechtsfälle begleiten den Start des größten Sportereignisses der Welt.