WM 2026: Haaland mit Waschbär-Souvenir, Spanien-Coach lobt Yamal, Rassismus-Eklat um Rajoy
WM 2026: Haaland mit Waschbär, Yamal-Ansage, Rajoy-Eklat

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko liefert weiterhin Schlagzeilen abseits des Platzes. Stürmerstar Erling Haaland sorgte mit einem ungewöhnlichen Souvenir für Aufsehen, während der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy mit einer rassistischen Äußerung einen Eklat auslöste. Sportlich blickt Spaniens Trainer Luis de la Fuente voller Vorfreude auf das anstehende Halbfinale gegen Frankreich.

Haaland mit Waschbär-Souvenir aus Miami

Erling Haaland hat eine Vorliebe für ausgefallene Mitbringsel. Bei der Rückkehr der norwegischen Nationalmannschaft nach dem WM-Aus stieg der 25-Jährige mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. Der Waschbär hält in seinen Pfoten eine Glasflasche. Norwegen war am Samstag im Viertelfinale in Miami durch ein 1:2 nach Verlängerung gegen England ausgeschieden. Haaland hatte zuvor sieben Tore bei dem Turnier erzielt und bezeichnete die WM als „die geilsten sechs Wochen meines Lebens“.

De la Fuente: Yamals bester WM-Auftritt steht noch bevor

Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente ist überzeugt, dass das beste Spiel von Lamine Yamal bei dieser WM noch bevorsteht. „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren“, sagte der 65-Jährige vor dem Halbfinale gegen Frankreich. Yamal wurde zwar mehrfach zum Spieler des Spiels gewählt, steht aber nach sechs Partien bei nur einem Tor und keiner Vorlage.

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Rassismus-Eklat: Ex-Premier Rajoy sorgt für Empörung

Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit einer rassistischen Äußerung vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. In einem Beitrag für „El Debate“ schrieb der Politiker der konservativen Volkspartei, Frankreich verfüge über einen Kader auf höchstem Niveau, allerdings stünden keine Franzosen in dem Team. Frankreichs Fußballverbandspräsident Philippe Diallo schrieb bei X: „Mariano Rajoys Äußerungen über die französische Nationalmannschaft zeugen von unerträglichem Rassismus. Sie werfen zudem Fragen nach dem verwerflichen Klima auf, das solchen Gestank erst ermöglicht.“ Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez erklärte bei BFMTV: „Das ist absolut inakzeptabel, das entspricht überhaupt nicht den Werten Frankreichs.“ Der amtierende spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte die Aussagen ebenfalls scharf: „Manche definieren Zugehörigkeit noch immer über Nachnamen, Geburtsort oder Hautfarbe. Andere von uns definieren sie über ihre tiefe Verbundenheit mit einem Land und ihre Bereitschaft, sich für es einzusetzen.“

Argentinien im blauen Trikot gegen England – wie 1986 und 1998

Vor dem WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England sorgt die Trikotwahl für historische Parallelen. Wie schon im legendären Viertelfinale 1986 und im Achtelfinale 1998 spielt Argentinien in den dunkelblauen Auswärtstrikots. Der argentinische Fußball-Verband bestätigte dies der dpa. 1986 hatte Diego Maradona in Mexiko-Stadt die Führung mit der „Hand Gottes“ erzielt und später das „Jahrhunderttor“ nachgelegt. 1998 in Frankreich sah David Beckham die Rote Karte, Argentinien siegte im Elfmeterschießen. Das Spiel findet am Mittwoch in Atlanta statt.

Fifa weist Spidercam-Vorwürfe zurück

Der Fußball-Weltverband hat erneut bekräftigt, dass beim Ausgleichstor der Engländer im Viertelfinale gegen Norwegen alles mit rechten Dingen zuging. Die These, wackelnde Kamerabilder bewiesen einen Kontakt des Balls mit dem Kabel einer Spidercam, wies die Fifa zurück. Auf dem Bildmaterial sei „klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt“, teilte die Fifa mit. Auch der Ball-Sensor habe keine Unregelmäßigkeit angezeigt. Norwegens Trainer Stale Solbakken hatte gesagt: „Der Ball fiel gerade herunter direkt vor unserer Bank. Ich selbst habe es nicht gesehen, aber unsere Bank reagierte sofort. Es ist eigentlich eine klare Sache.“

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DFB plant mit 9,4 Millionen Euro Defizit nach WM-Aus

Das frühe Scheitern der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay beschert dem Deutschen Fußball-Bund ein finanzielles Minus. „Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro, wobei wir das Ist-Ergebnis aus Abrechnungsgründen final erst im Herbst benennen können“, sagte DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald dem „Kicker“. „Ins Plus wären wir erst ab dem Finale gekommen.“ Der Verband hatte einen konservativen Haushalt angesetzt, Prämien wären erst ab dem Achtelfinale fällig geworden.

Klopp-Treffen mit Mintzlaff Ende der Woche

In der Bundestrainer-Frage um Jürgen Klopp soll sich die DFB-Spitze am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff treffen. Wie der „Kicker“ berichtet, soll eine vorzeitige Ausstiegsmöglichkeit aus Klopps bis 2029 datiertem Vertrag besprochen werden. Ende der Woche soll in New York ein Treffen zwischen Mintzlaff und Klopp stattfinden. Klopp hat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke erzielt.

Slaven Bilic neuer kroatischer Nationaltrainer

Der frühere Bundesliga-Profi Slaven Bilic ist zum zweiten Mal Trainer der kroatischen Nationalmannschaft. Der 57-Jährige löst Zlatko Dalic ab, der nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Portugal zurückgetreten war. Bilic trainierte Kroatien bereits von 2006 bis 2012 und erreichte bei der EM 2008 das Viertelfinale. „Es liegt an mir, die nötige Energie, den Ehrgeiz und die Entschlossenheit einzubringen, um Kroatien weiterhin zur Fußball-Elite zu zählen“, sagte Bilic bei seiner Vorstellung. Dalic hatte Kroatien 2018 ins WM-Finale und 2022 auf Platz drei geführt.

Norwegian löst Wettschulden mit British-Airways-Logo ein

Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian hat nach der 1:2-Niederlage gegen England eine Wette eingelöst und ihren Instagram-Auftritt mit dem Logo von British Airways versehen. Norwegian hatte British Airways vor dem Viertelfinale herausgefordert, das Firmenlogo für einen Tag zu tauschen. „Gut gespielt, England und British Airways“, schrieb Norwegian dazu. British Airways antwortete: „Wir lieben diesen neuen Look an euch.“

Messi macht Schiedsrichter Ansage

Lionel Messi hat argentinischen Medienberichten zufolge während des Viertelfinals gegen die Schweiz Schiedsrichter João Pinheiro zurechtgewiesen. „Sprich mich höflich an, ich habe dich ja auch höflich angesprochen“, soll der 39-Jährige gesagt haben. Die Szene ereignete sich in der ersten Halbzeit. Messi verließ zudem mit einer blutenden Wunde am rechten Auge den Platz. Argentinien gewann 3:1 nach Verlängerung.

Senegal trennt sich von Nationaltrainer Thiaw

Anderthalb Wochen nach dem WM-Aus gegen Belgien hat sich der Senegal von Nationaltrainer Pape Thiaw und seinem gesamten Stab getrennt. Der senegalesische Fußballverband FSF gab die Entlassung bekannt, ohne mögliche Nachfolger zu nennen. Eine Pressekonferenz soll am Montagnachmittag stattfinden.