Am Tag der WM-Eröffnung wurde in Mexiko ein Journalist erschossen. Der Vorfall ereignete sich im Bundesstaat Veracruz, wo Unbekannte den Reporter töteten. Es ist bereits der zweite Mord an einem Journalisten in diesem Jahr in Mexiko, und auch der erste Fall hatte sich in Veracruz zugetragen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Tat am Donnerstag.
Opfer war Chef eines Medienunternehmens
Bei dem Opfer handelt es sich um Luis Ángel López Valdez, den Chef eines lokalen Medienunternehmens und Reporter der Zeitung „Vanguardia de Veracruz“. Die Zeitung berichtete, Bewaffnete hätten López Valdez auf einer Straße in der Stadt Poza Rica abgefangen. Die Täter hätten ihn aus nächster Nähe erschossen und seien dann geflohen. Der Reporter war auf Polizei- und Sicherheitsberichterstattung spezialisiert.
Mordopfer stand unter Behördenschutz
Ein Kollege von López Valdez, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, der Journalist habe unter dem Schutz der Behörden gestanden. In der gleichen Stadt war im Januar ebenfalls ein Reporter getötet worden, der über Kriminalität in Veracruz berichtet hatte.
Derzeit suchen die Behörden nach der Journalistin Roxana Guzmán Ramírez, die Leiterin des Online-Nachrichtenportals Pulso Informativo, die seit Anfang Juni im Süden des Bundesstaates vermisst wird. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, dass sich Bundes- und Landesbehörden mit dem Fall befassen. Internationale Organisationen stufen Mexiko als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten außerhalb von Kriegsgebieten ein.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.



