Steuerrechner: Was Ihnen nach Klingbeils Reform bleibt – für Singles, Paare, Eltern
Steuerrechner: Was Ihnen nach Klingbeils Reform bleibt

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat mit den Spitzen der schwarz-roten Koalition ein Steuerreformpaket vorgestellt, das vor allem kleine und mittlere Einkommen entlasten soll. „Der Fokus liegt gerade bei Familien mit Kindern“, erklärte Klingbeil auf seinem Instagram-Kanal. Der Reformvorschlag umfasst Änderungen bei Steuersätzen, Tarifkurven und Freibeträgen. Ein interaktiver Rechner ermöglicht es nun, die individuelle Entlastung zu berechnen.

Entlastung für kleine und mittlere Einkommen

Das Reformpaket sieht vor, den Grundfreibetrag anzuheben und den Eingangssteuersatz zu senken. Dadurch sollen Steuerzahler mit niedrigem und mittlerem Einkommen spürbar entlastet werden. Nach Angaben des Finanzministeriums profitieren insbesondere Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern. Die genauen Auswirkungen hängen vom Familienstand und der Kinderzahl ab.

So funktioniert der Steuerrechner

Der Online-Rechner auf der Website des Tagesspiegels fragt nach Bruttoeinkommen, Familienstand und Anzahl der Kinder. Anhand der aktuellen Steuertabelle und der geplanten Änderungen errechnet er die voraussichtliche Steuerbelastung nach der Reform. Ein Vergleich mit dem Status quo zeigt, wie viel Geld im Monat netto übrig bleibt. Für einen Single mit 40.000 Euro Jahreseinkommen ergibt sich beispielsweise eine Ersparnis von rund 300 Euro pro Jahr.

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Kernpunkte der Steuerreform

Neben der Anhebung des Grundfreibetrags plant die Regierung eine Verschiebung der Tarifkurve, um die sogenannte kalte Progression abzumildern. Der Spitzensteuersatz soll erst bei höheren Einkommen greifen. Zudem werden die Kinderfreibeträge erhöht und das Kindergeld angehoben. Die Koalition erhofft sich davon eine Stärkung der Kaufkraft und eine gerechtere Verteilung der Steuerlast.

Kritik und Ausblick

Während die SPD die Reform als sozialen Meilenstein feiert, äußern Wirtschaftsverbände Bedenken. Sie befürchten Mindereinnahmen des Staates von mehreren Milliarden Euro. Die Opposition kritisiert, dass Spitzenverdiener kaum entlastet würden. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause im Bundestag verabschiedet werden. Bis dahin können Steuerzahler mit dem Rechner schon einmal planen, wie viel ihnen nach der Reform bleibt.

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