Ein Nutzer der umstrittenen Wettplattform Polymarket hat 402.000 US-Dollar darauf gesetzt, dass Wladimir Putin bis zum 31. Dezember 2026 nicht mehr Präsident Russlands sein wird. Der Account mit dem Namen ZnotluvuiSamez, der als Profilbild eine ukrainische Flagge zeigt, könnte im Gewinnfall rund 2,5 Millionen Dollar einstreichen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.
Hintergrund der Wette und Plattform-Kritik
Polymarket ist eine amerikanische Plattform, auf der Nutzer auf verschiedenste Ereignisse wetten können – von politischen Entwicklungen bis hin zu militärischen Konflikten. Allerdings steht das Portal in der Kritik, unter anderem wegen Vorwürfen zu Insiderwetten im Zusammenhang mit Militäroperationen im Nahen Osten und in Venezuela. Die aktuelle Wette auf Putins Abgang hat nun besonders hohe Aufmerksamkeit erregt.
Der Nutzer ZnotluvuiSamez hat nicht nur auf Putins Ende gesetzt, sondern auch auf andere Ereignisse rund um den Ukraine-Krieg. So wettete er beispielsweise darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhalten wird. Die Buchmacher sehen jedoch nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg der Putin-Wette.
Chancen und Risiken der Wette
Laut aktuellen Quoten liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Putin bis zum Jahreswechsel sein Amt verliert, bei lediglich elf Prozent. „Viel Glück“, kommentierte ein anderer Nutzer auf Polymarket den hohen Einsatz. Trotz der Hoffnung vieler Menschen, insbesondere in der Ukraine, auf ein baldiges Ende von Putins Herrschaft, gibt es keine belastbaren Hinweise darauf. Der russische Machthaber hatte kürzlich zwar Probleme mit der Treibstoffversorgung infolge ukrainischer Attacken eingeräumt, doch seine Macht scheint weiterhin gefestigt.
Experten zufolge bleibt ein möglicher Amtsverlust Putins am ehesten mit gesundheitlichen Problemen des 73-Jährigen verbunden. Ein konkretes Szenario für einen Machtwechsel ist derzeit jedoch nicht absehbar. Die Wette auf Polymarket spiegelt daher eher den Wunsch vieler Ukrainer wider als eine realistische Einschätzung.



