Kanzler Merz spendet Trost nach WM-Aus: Videocall mit DFB-Team
Kanzler Merz tröstet DFB-Team nach WM-Aus per Videocall

Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich auf dem Flughafen in Boston. Ein letzter Termin steht noch an – und der ist mindestens so schwer zu bewältigen wie ein Spiel gegen eine körperlich starke Mannschaft aus Südamerika: ein kurzer Videocall mit Bundeskanzler Friedrich Merz.

Kanzler sucht Nähe zum Team

Bundeskanzler Friedrich Merz suchte nach dem WM-Aus noch das Gespräch mit der Nationalmannschaft. Dem Tagesspiegel liegt der Videocall exklusiv vor. Es ist eine Glosse von Martin Einsiedler, die zeigt, wie der Kanzler versucht, Trost zu spenden – mit mäßigem Erfolg.

„Feierlicher Empfang am Frankfurter Römer?“, fragt Merz in die Runde. Die Spieler schweigen betreten. Kapitän Joshua Kimmich antwortet: „Herr Kanzler, wir sind gerade ausgeschieden. Vielleicht ein anderes Mal.“ Merz nickt ernst: „Ich verstehe. Aber vergessen Sie nicht: Sie sind immer noch die Besten. Naja, vielleicht nicht die Besten, aber immerhin …“ Die Verbindung bricht kurz ab.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein Kanzler auf Trostmission

Der Videocall ist Teil einer Reihe von Gesprächen, die Merz nach dem frühen Aus der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft führt. Er will zeigen, dass er an der Seite des Teams steht – auch wenn die Leistung auf dem Platz zu wünschen übrig ließ. „Wir haben gesehen, wie Sie gekämpft haben“, sagt Merz. „Das ist mehr wert als jeder Sieg.“ Einige Spieler rollen mit den Augen.

Die Stimmung ist gedrückt. In der Kabine hängen die Köpfe. Merz versucht es mit einem Scherz: „Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal – oder beim übernächsten. Sie sind doch noch jung.“ Ein Raunen geht durch die Runde. „Herr Kanzler, wir sind nicht mehr alle jung“, murmelt Thomas Müller. Merz lacht unsicher: „Das war ein Scherz.“

Glosse über politische Nahbarkeit

Die Glosse von Martin Einsiedler zeichnet ein amüsantes Bild von Merz‘ Versuch, als Kanzler nahbar zu wirken. Der Videocall offenbart die Kluft zwischen Politik und Sport – und die Schwierigkeit, nach einer Niederlage die richtigen Worte zu finden. „Vielleicht sollten wir uns auf das Wesentliche konzentrieren“, sagt Merz schließlich. „Was ist das Wesentliche?“, fragt Niclas Füllkrug. Merz überlegt: „Dass Deutschland stolz auf Sie ist. Auch wenn … nun ja.“ Die Stille ist ohrenbetäubend.

Der Kanzler beendet den Call mit den Worten: „Kommen Sie gut nach Hause. Und denken Sie daran: Es gibt Wichtigeres als Fußball. Zum Beispiel die Politik.“ Die Spieler nicken müde. Die Verbindung wird getrennt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration