Forsa-Umfrage: Mehrheit sieht Reiche als Fehlbesetzung – auch bei Unionsanhängern
Forsa-Umfrage: Mehrheit sieht Reiche als Fehlbesetzung

Berlin. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kann in der Bevölkerung kaum überzeugen. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und „Stern“ betrachten 75 Prozent der Befragten die 53-Jährige als Fehlbesetzung in ihrem Amt. Nur 15 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden, während zehn Prozent unentschlossen sind.

Kritik auch aus den eigenen Reihen

Besonders brisant für die CDU-Politikerin: Selbst unter den Anhängern der Union findet sie wenig Rückhalt. 66 Prozent der Unionsanhänger trauen Reiche nicht zu, die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands zu meistern. Dies zeigt eine tiefe Kluft zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Unterstützung innerhalb der Unionsfraktion, die Reiche im Konflikt mit Bundeskanzler Friedrich Merz noch gestützt hatte.

Ablehnung in allen Bevölkerungsgruppen

Die Unzufriedenheit mit Reiche zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Bei den SPD-Anhängern sind 70 Prozent unzufrieden. In Ostdeutschland liegt die Ablehnung bei 77 Prozent, in Westdeutschland bei 75 Prozent. Besonders hoch ist die Kritik unter Selbstständigen: 82 Prozent lehnen Reiche ab. Auch bei Wählern der Opposition fällt das Urteil vernichtend aus: 85 Prozent der Anhänger von Grünen und Linken sowie 81 Prozent der AfD-Wähler sprechen sich gegen die Ministerin aus.

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Die Umfrageergebnisse unterstreichen die schwierige Position Reiches, die zuletzt durch ein umstrittenes Lobby-Video ihres Ministeriums zusätzlich unter Druck geraten war.

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