Die Forderung, dass der Entertainer und Autor Hape Kerkeling das höchste Staatsamt bekleiden soll, gewinnt an Fahrt. Eine Online-Petition auf der Plattform „Campact“ hat bereits mehr als 21.000 Unterschriften gesammelt. Ziel ist es, Kerkeling als Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier ins Amt des Bundespräsidenten zu bringen. Die nächste Wahl findet am 30. Januar 2027 statt.
Petition für Kerkeling als Bundespräsidenten
Die Initiatoren der Petition argumentieren, dass Deutschland an der Spitze keine Parteitaktik brauche, sondern „eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet“. Sie bezeichnen die Rolle des Bundespräsidenten als „moralische Instanz“ und sehen in Kerkeling genau diese Stärke. Besonders hervorgehoben wird seine Rede in der Gedenkstätte Buchenwald, in der er deutlich machte, „dass unsere Demokratie tägliche Pflege und eine lebendige Erinnerungskultur braucht“. Die Petition betont ausdrücklich: „Hape Kerkeling ist kein Spaßkandidat“, sondern ein „Brückenbauer für eine verunsicherte Gesellschaft“. Allerdings wurde Kerkeling bislang nicht offiziell gefragt, ob er kandidieren möchte; die Petition soll ihn ermutigen, diesen Schritt zu erwägen.
Erste Reaktion von Hape Kerkeling
Nun hat sich Kerkeling erstmals öffentlich zu den Spekulationen geäußert. Bei einer Preisverleihung in Lüneburg angesprochen, antwortete er gegenüber „RTL“: „Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Nach all dem, was in der Welt passiert – und wer so an der Spitze von Nationen steht – schließe ich nichts mehr aus.“ Auch über die Residenz Schloss Bellevue äußerte er sich positiv: „Das ist eine schöne Immobilie. Insofern ist das meinerseits kein hundertprozentiges Nein.“ Die formalen Voraussetzungen für das Amt erfüllt der 61-Jährige: Er ist deutscher Staatsbürger, hat das Wahlrecht und das 40. Lebensjahr vollendet.
Unterstützung aus der Politik und Gesellschaft
Damit Kerkeling tatsächlich kandidieren kann, benötigt er eine offizielle Nominierung durch Mitglieder der Bundesversammlung. Diese setzt sich aus Bundestagsabgeordneten und von den Ländern gewählten Delegierten zusammen. Erste positive Signale kommen von der Linken-Fraktionsvorsitzenden Heidi Reichinnek: „Hape Kerkeling ist durch seinen Einsatz für Demokratie und Vielfalt sowie seine klare Kante gegen Rechtsextremismus und Intoleranz ein durchaus geeigneter Kandidat.“ Sie könne sich vorstellen, einen parteiübergreifenden Kandidaten zu unterstützen, „der breiten Rückhalt in der Gesellschaft genießt“. Auch die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann zeigt sich begeistert: „Auf jeden Fall hätte Hape Kerkeling die Herzen der Menschen in Deutschland schon gewonnen.“ Cornelia Scheel, Tochter des früheren Bundespräsidenten Walter Scheel, sieht in ihm „einen Gewinn“ für das Amt. Die Entertainerin Hella von Sinnen, eine langjährige Kollegin, lobt Kerkeling als „Humanist, empathisch und tolerant“ und scherzt, dass er als „Uschi Blum“ endlich eine erste Frau im höchsten Amt Deutschlands bringen würde.



