Hubertz: Kein Weg an Wohngeldkürzungen vorbei
Hubertz: Kein Weg an Wohngeldkürzungen vorbei

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht keine Alternative zu Kürzungen beim Wohngeld. Angesichts der angespannten Haushaltslage müsse jedes Ministerium sparen, erklärte sie gegenüber der „Rheinischen Post“. „Mein Haus und ich ringen mit dem Finanzministerium, wie wir diesen schmerzhaften Einschnitt möglichst verträglich gestalten können“, so Hubertz.

Milliardeneinsparungen gefordert

Hubertz bezifferte den Sparbedarf in ihrem Etat auf eine Milliarde Euro. Selbst ein vollständiger Stopp der Förderprogramme im Kernhaushalt reiche nicht aus, um diese Summe zu erreichen. „Insofern führt da leider kein Weg daran vorbei“, sagte sie mit Blick auf das Wohngeld. Die Ministerin räumte ein, dass das Vorhaben „nicht nur schmerzhaft für die Menschen, die es betrifft, sondern auch für uns als Sozialdemokraten“ sei.

Aktuelle Wohngeldzahlen

Laut Statistischem Bundesamt bezogen Ende 2024 rund 1,24 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld. Die durchschnittliche Zahlung betrug 287 Euro pro Monat. Insgesamt flossen im Jahr 2024 fast 4,7 Milliarden Euro in das Wohngeld, ein Anstieg um 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kosten werden je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen.

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Kampf gegen Obdachlosigkeit

Hubertz äußerte sich auch zum Ziel der Bundesregierung, Obdachlosigkeit bis 2030 zu überwinden. „Das ist eine Mammutaufgabe und eine Kraftanstrengung, an der wir festhalten wollen“, betonte sie. Das Recht auf Wohnen habe „höchste Priorität“. Allerdings war die Zahl der Wohnungs- und Obdachlosen zuletzt gestiegen: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe schätzt, dass 2024 bundesweit mindestens 1.029.000 Menschen keine eigene Wohnung hatten, davon rund 56.000 ohne jede Unterkunft auf der Straße.

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