Nach dem überraschenden Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag haben sich CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Vorsitzender Markus Söder nach Informationen aus Unionskreisen auf einen Nachfolger geeinigt. Demnach soll Kanzleramtschef Frei das Amt des Fraktionsvorsitzenden übernehmen.
Einigung auf Kanzleramtschef Frei
Die Personalie wurde laut Kreisen der Unionsfraktion am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, bekannt gegeben. Die offizielle Wahl durch die Unionsfraktion ist für eine Sondersitzung am kommenden Mittwoch angesetzt. Kanzleramtschef Frei gilt als erfahrener Politiker und enger Vertrauter von Kanzlerin Angela Merkel, was ihm in der Fraktion breite Unterstützung sichern dürfte.
Rücktritt von Jens Spahn
Jens Spahn hatte seinen Rücktritt als Fraktionschef am Dienstag erklärt. Als Grund nannte er persönliche Gründe und den Wunsch, sich neuen Herausforderungen zu widmen. Spahn stand seit 2018 an der Spitze der Unionsfraktion und führte sie durch turbulente Zeiten, darunter die Corona-Pandemie und interne Machtkämpfe innerhalb der Union.
Reaktionen aus der Union
CDU-Chef Merz betonte in einer ersten Stellungnahme, dass Frei die richtige Person für die Position sei. „Kanzleramtschef Frei hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er politische Führungsstärke und Verhandlungsgeschick vereint“, so Merz. CSU-Chef Söder ergänzte: „Die Union steht vor großen Herausforderungen, und ich bin überzeugt, dass Frei die Fraktion erfolgreich durch die kommenden Monate führen wird.“
Ausblick
Die Wahl von Frei zum Fraktionsvorsitzenden gilt als Formsache, da sowohl CDU als auch CSU geschlossen hinter der Personalie stehen. Beobachter erwarten, dass Frei die Fraktion mit einem klaren Kurs in die nächste Bundestagswahl führen wird. Die Union liegt derzeit in Umfragen bei rund 30 Prozent und hofft, mit Frei an der Spitze wieder an Zustimmung zu gewinnen.



