Merz baut Kabinett um: Keßler ins Kanzleramt, Hoppermann neue Generalsekretärin
Merz baut Kabinett um: Keßler und Hoppermann neu

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) treibt die Neubesetzung von Schlüsselpositionen in seiner Regierung und Partei mit mehreren Personalentscheidungen voran. Die frühere Fußball-Nationalspielerin Nadine Keßler wird Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Kanzleramt, wie das Handelsblatt aus Regierungs- und Parteikreisen erfuhr. Die 38-Jährige, die 2014 als Weltfußballerin ausgezeichnet wurde, folgt auf Christiane Schenderlein (CDU), die als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium wechselt. Keßler war zuletzt bei der UEFA für den Frauenfußball verantwortlich.

Hoppermann wird CDU-Generalsekretärin

Die Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann ist neue Generalsekretärin der CDU. Der Bundesvorstand wählte die bisherige Schatzmeisterin auf Vorschlag von Merz zur Nachfolgerin von Carsten Linnemann, der als Bundesgesundheitsminister vorgesehen ist. Laut Deutscher Presse-Agentur aus Parteikreisen ist die Hamburgerin kommissarisch im Amt, bis der nächste Parteitag bestätigt.

Connemann wechselt ins Digitalministerium

Gitta Connemann, bisher Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, wechselt laut Medienberichten in das Digitalministerium. Sie soll auf Philipp Amthor folgen, der Staatsminister im Kanzleramt wird. In einer digitalen Sitzung des CDU-Präsidiums verkündete Merz zudem, dass Christiane Schenderlein ins Gesundheitsministerium wechselt.

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Linnemann mit „Höllenrespekt“ vor Gesundheitsressort

Carsten Linnemann, designierter Gesundheitsminister, bat in einem Instagram-Video um Einarbeitungszeit. „Ich habe auch echt einen Höllenrespekt vor dieser Aufgabe“, sagte der CDU-Politiker. Gegenüber der „Bild“ betonte er: „Ich weiß, dass ich mich noch tiefer werde einarbeiten müssen. Aber ich traue mir das zu.“ Gleichzeitig räumte er ein, dass er vor einem Jahr noch Zweifel an seiner Eignung geäußert hatte.

Güntzler sagt Verkehrsministerposten ab

Der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler lehnte das Angebot von Merz ab, neuer Bundesverkehrsminister zu werden. Wie die dpa aus Koalitionskreisen erfuhr, hatte Güntzler zunächst zugesagt, sagte dann aber aus fachlichen Gründen ab. „Ein Torwart sollte nicht Linksaußen spielen“, hieß es. Güntzler, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, hatte bisher wenig mit Verkehrspolitik zu tun.

Verkehrsminister Schnieder bestätigt Entlassung per SMS

Der bisherige Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) teilte per SMS mit, dass Merz ihn entlassen werde. Die geplante Verkündung auf einer Pressekonferenz unterblieb jedoch, weil Nachfolger Güntzler kurz zuvor abgesagt hatte. Merz sagte: „Es wird weitere Veränderungen im Bundeskabinett geben. Darüber werde ich Sie zu gegebener Zeit informieren.“

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf sicherte der Union eine verlässliche Zusammenarbeit zu und dankte Linnemann für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze forderte ein Ende der Personaldebatten, um den Landtagswahlkampf zu erleichtern. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte, er wolle 2028 erneut als Spitzenkandidat der CSU antreten, und zeigte sich zuversichtlich, dass sich der Wirbel um die Umbildung legen werde.

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