Olympia-Organisator: So kann Berlin die Spiele nach Deutschland holen
Olympia-Organisator: So kann Berlin die Spiele holen

Pierre Rabadan half mit, Olympia nach Paris zu holen. Im Interview spricht der frühere Rugby-Profi darüber, wie das auch Berlin gelingen kann.

Die größte Herausforderung: Die Vision vermitteln

Herr Rabadan, vor zwei Jahren wurden die Olympischen Spiele in Paris eröffnet. Berlin bewirbt sich um die Ausrichtung für 2036, 2040 oder 2044. Welche drei Ratschläge können Sie der Stadt geben?

„Die größte Schwierigkeit besteht darin, zu vermitteln, warum man die Spiele organisieren will. Zu sagen ‚weil wir das größte Ereignis der Welt bei uns haben wollen‘, reicht nicht. Man muss versuchen zu erklären, inwiefern die Ausrichtung von Olympia ein wichtiger Beschleuniger für die Transformation einer Region sein kann. Das ist der erste Punkt“, so Rabadan.

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Gemeinschaftsgefühl als Schlüssel

Rabadan betont die Bedeutung von Bezugspunkten für die Gemeinschaft: „Es ist wichtig, als Gemeinschaft solche Bezugspunkte zu haben.“ Er verweist darauf, dass Olympia nicht nur ein sportliches Event sei, sondern auch gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern könne. Berlin müsse daher eine klare Botschaft entwickeln, die über den Sport hinausgeht und die langfristigen Vorteile für die Stadt und ihre Bürger aufzeigt.

Drei Ratschläge für Berlin

Der Organisator von Paris 2024 nennt drei konkrete Empfehlungen: Erstens müsse Berlin eine überzeugende Vision entwickeln, die die Spiele als Katalysator für städtische und regionale Transformation darstellt. Zweitens sei es entscheidend, die Bevölkerung frühzeitig einzubinden und für das Projekt zu begeistern. Drittens müsse die Stadt auf Nachhaltigkeit setzen, um die Spiele zukunftsfähig zu machen. „Paris hat gezeigt, dass man mit bestehenden Infrastrukturen arbeiten und trotzdem ein großartiges Event ausrichten kann“, so Rabadan.

Berliner Bewerbung: Chancen und Hürden

Die Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 steht noch am Anfang. Die Stadt muss sich gegen internationale Konkurrenz durchsetzen und zugleich interne Widerstände überwinden. Rabadan rät, frühzeitig mit Kritikern zu sprechen und die wirtschaftlichen sowie sozialen Vorteile deutlich zu machen. „Es geht nicht nur um Prestige, sondern um konkrete Verbesserungen für die Lebensqualität der Menschen“, erklärt er.

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