SPIEGEL+ führt neue Abo-Modelle mit Rabattaktionen ein
SPIEGEL+ neue Abo-Modelle

Neue Preisstruktur für SPIEGEL+

Der Spiegel-Verlag hat seine Digital-Abonnements grundlegend überarbeitet. Ab sofort können Leser zwischen einem günstigen Einstiegsangebot für 1 Euro pro Woche in den ersten vier Wochen und einem Jahresabo mit 25 Prozent Rabatt wählen. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.

Details der Angebote

Das Einsteigerpaket kostet 1 Euro wöchentlich für die ersten vier Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche. Es beinhaltet vollen Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App, die wöchentliche digitale Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper sowie das Digital-Archiv und den S+-Newsletter. Das Abo ist monatlich kündbar. Alternativ bietet der Verlag ein Jahresabo zum Preis von 4,49 Euro pro Woche (25 Prozent Ersparnis gegenüber dem regulären Preis) für die ersten 52 Wochen. Nach Ablauf dieser rabattierten Laufzeit kostet es ebenfalls 5,99 Euro pro Woche. Auch hier sind alle digitalen Inhalte enthalten. Bestehende Print-Abonnenten können zudem einen rabattierten Digitalzugang bestellen.

„Mit diesen flexiblen Modellen wollen wir noch mehr Leser für hochwertigen Journalismus begeistern“, sagte eine Sprecherin des Spiegel-Verlags. Die neuen Abos seien auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten. Während das günstige Einstiegsangebot vor allem Neukunden anlocken solle, richte sich das Jahresabo an treue Leser, die langfristig sparen möchten.

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Hintergrund und Marktentwicklung

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Medienmarktes. Laut einer Studie des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) ist die Zahl der Digitalabos deutscher Zeitungen und Zeitschriften im Jahr 2023 um 12 Prozent gestiegen. Insgesamt zahlen mittlerweile über 4,5 Millionen Menschen in Deutschland für digitale Nachrichteninhalte. „Die Pandemie hat den Trend zu Paid Content beschleunigt“, erklärte Medienanalyst Jan Philipp Albrecht. „Verlage wie der Spiegel müssen attraktive Preismodelle bieten, um im Wettbewerb mit internationalen Plattformen zu bestehen.“

Das neue Abomodell des SPIEGEL ersetzt die bisherigen starren Tarife. Kunden, die bereits ein Alt-Abo besitzen, behalten ihre Konditionen, können aber jederzeit auf die neuen Angebote wechseln. Die Migration erfolgt automatisch zum nächsten Abrechnungszeitraum.

Kritik und Reaktionen

In sozialen Medien stieß die Preisgestaltung auf gemischte Reaktionen. Während einige Nutzer die Rabattaktion begrüßten, kritisierten andere die relativ hohen Folgekosten. „Nach vier Wochen wird es deutlich teurer – das ist eine typische Lockvogelstrategie“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. Der Verlag wies dies zurück: „Wir bieten transparente Preise ohne versteckte Kosten. Die Kunden wissen von Anfang an, was nach der Einführungsphase gilt.“

Mit den neuen Abos reagiert der SPIEGEL auch auf die wachsende Bedeutung mobiler Endgeräte. Die App wurde zuletzt überarbeitet und bietet nun eine personalisierte Startseite und optimierte Ladezeiten. „Wir investieren kontinuierlich in die digitale User Experience“, so die Sprecherin.

Ausblick

Der Verlag plant, das Angebot in den kommenden Monaten weiter auszubauen. „Wir denken über Kombi-Abos mit anderen Medienmarken nach“, deutete die Sprecherin an. Auch ein reines Audio-Abo sei denkbar. Der SPIEGEL gehört zu den reichweitenstärksten Nachrichtenmarken Deutschlands; im ersten Quartal 2024 verzeichnete die Digitalseite rund 18 Millionen Unique User pro Monat.

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