Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben angekündigt, die Sanierung des nördlichen Abschnitts der U6 bis zum Start des Schuljahres 2027/2028 abzuschließen. Seit mehr als dreieinhalb Jahren ist die Strecke zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel gesperrt. Ursprünglich war eine Bauzeit von zweieinhalb Jahren bis 2025 vorgesehen. Die Verzögerung begründet die BVG mit zusätzlich entdeckten Schäden an der rund 70 Jahre alten Infrastruktur.
Gründe für die Verzögerung
Die Sperrung begann am 7. November 2022. Laut BVG war zunächst eine gezielte Instandsetzung einzelner Bauwerke geplant. „Erst nach dem Freilegen der Brücken, Bahnhöfe und des Dammes wurde klar, in welchem Zustand sich Teile der Infrastruktur tatsächlich befanden“, teilte das Unternehmen mit. Die BVG entschied sich daraufhin, alle zusätzlich erkennbaren Schäden im Zuge der laufenden Baumaßnahme zu beheben, um die U6 langfristig auf eine stabile und leistungsfähige Infrastruktur zu stellen. „Die zusätzlichen Arbeiten erforderten Umplanungen und mehr Zeit.“
Aktueller Baufortschritt
Nach Angaben der BVG befinden sich die Bauarbeiten auf der Zielgeraden. Ein Großteil der Strecke wurde bereits neu aufgebaut, und die Arbeiten an den Bahnhöfen sind weitestgehend abgeschlossen. In den kommenden Monaten werden Strom- und Signalkabel verlegt, die Leit- und Sicherungstechnik aufgebaut und die letzten Gleise verbaut. Anschließend sind diverse Testfahrten geplant. Die BVG erklärte, dass die Bauarbeiten bis August 2027 abgeschlossen sein sollen, pünktlich zum Schulstart.
Auswirkungen auf Anwohner
Für die Menschen in Tegel bedeutet die Verlängerung der Bauzeit eine weitere Geduldsprobe. Seit mehr als 3,5 Jahren müssen sie auf Ersatzverkehr mit Bussen umsteigen. Die BVG betont jedoch, dass die umfassende Sanierung langfristig zu einer stabileren und leistungsfähigeren Infrastruktur führen wird. Der genaue Termin für die Wiederinbetriebnahme ist der 31. August 2027.



