Die Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann soll neue Generalsekretärin der CDU werden. Dies gab Bundeskanzler Friedrich Merz am heutigen Montag in einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin bekannt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die 42-jährige Hamburgerin, die bislang als Schatzmeisterin der Partei fungierte, tritt die Nachfolge von Carsten Linnemann an, der als designierter Bundesgesundheitsminister in das Kabinett Merz wechseln soll.
Einstimmige Unterstützung im Präsidium
Nach Informationen von dpa stimmten die Mitglieder des Präsidiums dem Vorschlag von Merz einstimmig zu. Hoppermann soll die Geschicke der Partei in einer entscheidenden Phase übernehmen: Die CDU bereitet sich auf die kommenden Landtagswahlen und die Bundestagswahl 2025 vor. „Die Partei steht vor großen Herausforderungen, und ich bin zuversichtlich, dass Franziska Hoppermann mit ihrer Erfahrung und ihrem Teamgeist die CDU erfolgreich führen wird“, zitierte dpa einen nicht namentlich genannten Präsidiumsteilnehmer.
Von der Schatzmeisterin zur Generalsekretärin
Franziska Hoppermann ist seit 2021 Mitglied des Bundestages und übernahm 2022 das Amt der CDU-Schatzmeisterin. In dieser Funktion war sie für die Finanzen der Partei verantwortlich und galt als vertrauenswürdige Managerin. Ihre Ernennung zur Generalsekretärin gilt als strategischer Schachzug von Merz, der eine enge Vertraute an die Spitze der Parteiorganisation holt. Hoppermann gilt als unauffällig, aber effizient – Eigenschaften, die in der aktuellen politischen Landschaft gefragt sind.
Reaktionen aus den Reihen der CDU
Aus der CDU-Spitze kamen positive Reaktionen. Der Landesvorsitzende der CDU Hamburg nannte die Personalie „eine hervorragende Wahl“. Auch aus der Jungen Union gab es Zustimmung: „Franziska Hoppermann steht für frische Impulse und eine moderne Parteiarbeit“, hieß es in einer ersten Stellungnahme. Oppositionspolitiker äußerten sich zurückhaltend, betonten aber, dass die CDU nun geschlossen auftreten müsse.
Ausblick auf die kommenden Aufgaben
Die neue Generalsekretärin wird unter anderem die Wahlkampfstrategie der CDU koordinieren und die Kommunikation zwischen Partei und Fraktion verbessern müssen. Ein zentrales Thema wird die Profilierung der Union in der Migrations- und Sozialpolitik sein. Hoppermann zeigte sich bereits zuversichtlich: „Ich freue mich auf die Aufgabe und werde alles dafür tun, dass die CDU als starke Volkspartei wahrgenommen wird“, sagte sie der dpa.



