Senioren-Union: Rentenreform entscheidet über Koalitionsschicksal
Rentenreform laut Senioren-Union Schicksalsfrage der Koalition

Die Rentenreform wird nach Ansicht des Vorsitzenden der Senioren-Union, Hubert Hüppe (CDU), maßgeblich über die Zukunft der Regierungskoalition entscheiden. In einem Interview mit der Rheinischen Post (Montag) erklärte Hüppe: „Die Rentenreform wird mit über das Schicksal dieser Koalition entscheiden, da bin ich ziemlich sicher.“ Die Senioren erwarteten nun Reformen, so Hüppe.

Einschnitte für Ältere nicht ausgeschlossen

Der Politiker ließ durchblicken, dass die ältere Generation für eine Neuaufstellung des Rentensystems auch Einschränkungen in Kauf nehmen würde. „Das geht nur, wenn alle bei den Sozialreformen einbezogen werden, auch die Pensionen von Beamten und andere Versorgungssysteme.“ Dabei müssten stärkere Schultern etwas mehr tragen. „Dann werden auch wir als Senioren-Union akzeptieren, was die Koalition plant. Unter Umständen zähneknirschend“, so Hüppe.

Längeres Arbeiten oder früherer Berufseinstieg?

Auf die Frage, ob künftig länger gearbeitet werden müsse, sagte der Vorsitzende der CDU-Seniorenvereinigung: Grundsätzlich werde es nicht durch weniger, sondern nur durch mehr Arbeit gehen. „Das heißt für mich aber nicht unbedingt am Ende des Erwerbslebens, sondern am Anfang. Wir müssen Schul- und Studienzeiten kürzer und schlanker machen, junge Menschen früher in Arbeit bringen und sie damit früher zu Einzahlern in die Sozialsysteme machen“, erklärte er. „Es muss nicht wie in meiner Jugend mit 14 Jahren sein, aber es sollte auch nicht erst mit 30 losgehen.“

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Die Senioren-Union sieht die Rentenreform als Gerechtigkeitsfrage. Hüppe betonte, dass alle Generationen ihren Beitrag leisten müssten. Die Koalition stehe nun in der Pflicht, eine nachhaltige Lösung zu präsentieren, die auch von den Senioren mitgetragen werde.

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