Schnieder: Spahns Rücktritt ist Verlust für die Union
Schnieder: Spahns Rücktritt Verlust für Union

Der rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Gordon Schnieder hat den Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef im Bundestag als schmerzlichen Verlust für die Partei bezeichnet. „Die CDU hat Jens Spahn entscheidende Schritte zu verdanken“, wird Schnieder in einer Mitteilung der Landes-CDU zitiert. Sein Rückzug in einer Zeit zentraler Reformen sei ein Verlust für die Union.

Rücktritt sei dennoch richtig

Trotz des Bedauerns bewertet Schnieder die Entscheidung Spahns als richtig. Persönliche und politische Überzeugungen gehörten für ihn untrennbar zusammen, erklärte Schnieder. „Sie sind der Kompass für unser Handeln. Politik muss wahrhaftig sein, sonst verliert sie zurecht Vertrauen.“

Spahn war in die Kritik geraten, weil er und sein Mann Daniel Funke Eltern mit Hilfe einer Leihmutter in den USA geworden waren. Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, und die CDU spricht sich gegen eine Legalisierung aus. Der Fraktionschef stand daher unter zunehmendem Druck, der schließlich zu seinem Rücktritt führte.

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Menschlichkeit in der Politik gefordert

Schnieder appellierte an die Öffentlichkeit, Spahn und seiner Familie nun Ruhe und Privatsphäre zu gönnen. „Auch Spitzenpolitiker sind Menschen. Bei aller berechtigten Kritik wünsche ich mir, dass wir immer auch menschlich miteinander umgehen“, erklärte der Landesvorsitzende.

Der Rücktritt Spahns erfolgte am 18. Juli 2026 nach wochenlangen innerparteilichen Diskussionen. Spahn hatte das Amt des Unionsfraktionschefs seit 2021 inne. Seine Nachfolge ist noch nicht geklärt.

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