Nach dem tödlichen Angriff eines Autofahrers auf Teilnehmer des Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) tief bestürzt gezeigt. Bei der Attacke am Samstag wurde eine Frau getötet, mehrere Menschen wurden verletzt. Günther, der landesweit als Schirmherr der CSD-Veranstaltungen fungiert, sicherte der queeren Gemeinschaft seine uneingeschränkte Solidarität zu.
CSD steht für Freiheit und Gleichberechtigung
„Die schrecklichen Ereignisse in Berlin erschüttern mich zutiefst“, erklärte Günther am Sonntag in Kiel. Gerade als Schirmherr der Christopher Street Days in Schleswig-Holstein fühle er sich der queeren Community sehr verbunden. Der CSD stehe für einen langen und mutigen Kampf, „frei, gleichberechtigt und ohne Angst leben und lieben zu können“. Die Ereignisse in Berlin machten auf schmerzliche Weise deutlich, wie verletzlich diese Freiheit inzwischen sei.
Zunehmende Gewalt gegen queere Menschen
Günther wies auf eine wachsende Bedrohung hin: „Ausgrenzung und Gewalt gegenüber queeren Menschen nehmen immer mehr zu – aus verschiedenen Richtungen.“ Dies dürfe nicht zugelassen werden. „Wir müssen ein Land bleiben, in dem Menschen überall offen für ihre Rechte, für Vielfalt und für Gleichberechtigung eintreten können“, sagte der Regierungschef. „Wir stehen vereint an der Seite der queeren Community – in Berlin, in Schleswig-Holstein und überall im Land.“ Mit der Attacke sei ein Tag, der für Freiheit und Vielfalt stehe, auf furchtbare Weise überschattet worden.
Gedenken an die Opfer und Dank an Helfer
Seine Gedanken und Gebete seien bei der Frau, die ihr Leben verloren habe, und bei denen, die noch um ihr Leben kämpfen, so Günther. Sie gälten auch den Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie allen, die diese entsetzlichen Momente miterleben mussten. Zugleich dankte er den Ersthelferinnen und Ersthelfern sowie allen Rettungs- und Einsatzkräften, die sofort zur Stelle gewesen seien. Der Vorfall zeigt nach Ansicht des Ministerpräsidenten, dass der Einsatz für Toleranz und Vielfalt wichtiger denn je sei.



