Hessen schiebt vier Straftäter nach Afghanistan ab – Poseck kündigt weitere Abschiebungen an
Hessen schiebt vier Straftäter nach Afghanistan ab

Am 28. Juli 2026 wurden vier Straftäter aus Hessen nach Afghanistan abgeschoben. Das Land beteiligte sich an einem Sammelflug des Bundesinnenministeriums, bei dem insgesamt 31 afghanische Staatsangehörige von Leipzig aus in ihre Heimat zurückgebracht wurden. Die meisten von ihnen waren wegen schwerer und schwerster Straftaten verurteilt worden, teilte Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) in Wiesbaden mit.

Straftaten umfassen Körperverletzung und Vergewaltigung

Die vier aus Hessen stammenden Straftäter wurden unter anderem wegen Körperverletzung, Vergewaltigung, Diebstahl und Beihilfe zum Raub verurteilt. Sie befanden sich alle zuvor in Haft. „Es handelt sich um Straftäter, die eine Gefahr für unsere Sicherheit dargestellt haben“, erklärte Poseck. „Der heutige Abschiebeflug hat unser Land damit auch sicherer gemacht. Das ist auch ein wichtiges Signal für das Funktionieren unseres Rechtsstaats.“

Bundesweite Koordination der Abschiebungen

Der Flug ist Teil einer koordinierten Aktion der Bundesregierung, die darauf abzielt, afghanische Straftäter konsequent zurückzuführen. Poseck betonte die enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. „Die heutige Abschiebung nach Afghanistan ist ein weiteres Ergebnis der Anstrengungen der Bundesregierung, afghanische Straftäter in ihr Land zurückzuführen“, sagte er.

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Ausweitung auf ausreisepflichtige Männer angekündigt

Der Minister kündigte an, dass künftig auch ausreisepflichtige volljährige Männer nach Afghanistan abgeschoben werden sollen – insbesondere solche, die als schlecht integriert gelten und Sozialleistungen beziehen. Dies gehe über reine Straftäter hinaus und sei ein Signal für eine konsequente Migrationspolitik.

Reaktionen und Ausblick

Die Maßnahme stößt auf geteilte Reaktionen. Während Poseck die Abschiebung als Erfolg für die innere Sicherheit wertet, fordern Kritiker mehr Transparenz und eine individuelle Prüfung der Fälle. Die hessische Landesregierung will jedoch den Kurs der konsequenten Rückführung fortsetzen. Weitere Abschiebeflüge sind in Planung.

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