Ein Spieler aus der 2. Bundesliga sorgt mit seinem ungewöhnlichen Lebenslauf für Aufsehen. Der 27-jährige Profi, der anonym bleiben möchte, hat angekündigt, nach seiner aktiven Fußballkarriere in die Politik zu wechseln. Bereits jetzt engagiert er sich in seiner Heimatstadt und hat konkrete Pläne für die Zeit nach dem Profisport.
Vom Fußballplatz ins Rathaus
Der Mittelfeldspieler, der seit fünf Jahren in der 2. Bundesliga spielt, hat parallel zu seiner Sportkarriere ein Studium der Politikwissenschaften absolviert. „Ich habe schon immer ein großes Interesse an gesellschaftlichen Themen gehabt. Der Fußball hat mir die Disziplin und den Teamgeist beigebracht, die man auch in der Politik braucht“, erklärte er in einem Interview.
Sein Engagement in der Kommunalpolitik begann vor zwei Jahren, als er in den Stadtrat seiner Heimatstadt gewählt wurde. Dort setzt er sich vor allem für die Förderung des Breitensports und die Integration von Migranten ein. „Ich möchte etwas zurückgeben und meine Erfahrungen nutzen, um etwas zu bewegen“, so der Spieler.
Ein ungewöhnlicher Lebenslauf
Der Lebenslauf des Zweitliga-Stars ist in der Tat bemerkenswert: Neben seiner Profikarriere und dem Studium hat er mehrere Praktika in politischen Büros absolviert und war als Jugendtrainer tätig. „Viele unterschätzen, wie viel Organisationstalent und strategisches Denken im Fußball steckt. Das sind genau die Fähigkeiten, die man in der Politik braucht“, sagt er.
Sein Verein unterstützt seine politischen Ambitionen. Der Trainer lobte ihn als „Vorbild für junge Spieler, die über den Tellerrand hinausschauen“. Allerdings betont der Spieler, dass der Fußball vorerst im Vordergrund stehe: „Ich bin Profi und werde alles für meinen Verein geben. Die Politik ist eine Perspektive für die Zeit danach.“
Reaktionen aus der Politik
Die politische Szene reagiert interessiert auf den möglichen Wechsel. Ein Sprecher der örtlichen CDU zeigte sich angetan: „Wir brauchen mehr junge Leute mit praktischer Erfahrung und Führungsqualitäten. Sein Lebenslauf zeigt, dass er genau das mitbringt.“ Auch die SPD signalisierte Gesprächsbereitschaft.
Ob der Spieler tatsächlich ein Mandat anstrebt, ließ er offen. „Erst einmal konzentriere ich mich auf den Klassenerhalt mit meinem Verein. Aber ich schließe nicht aus, mich nach der Karriere politisch zu engagieren.“



