Elif Eralp: Linken-Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl 2026
Elif Eralp: Linken-Spitzenkandidatin Berlin-Wahl 2026

Elif Eralp will Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden

Elif Eralp ist die Spitzenkandidatin der Berliner Linken bei der Abgeordnetenhauswahl 2026. Ihr Ziel ist es, das Rote Rathaus zu erobern und Kai Wegner (CDU) als Regierenden Bürgermeister abzulösen. Aktuelle Umfragen zeigen, dass dieses Ziel durchaus realistisch ist: In Sonntagsfragen liegt Eralps Partei knapp hinter Wegners CDU und auf Augenhöhe mit Grünen und SPD.

Bereits im April 2026 sagte Eralp: „Ich sehe das so, dass ich die Herausforderin von Kai Wegner bin und die Einzige, mit der es einen wirklichen Politikwechsel in dieser Stadt geben kann. Denn alle anderen sind bereit, auch Kai Wegner zum Bürgermeister zu machen.“

Herkunft, Ausbildung und Familie von Elif Eralp

Elif Eralp wurde 1981 in München geboren. Ihre Eltern waren in der Türkei als Sozialisten politisch aktiv und flohen 1980 nach einem Militärputsch aufgrund politischer Verfolgung nach Deutschland. Eralp wuchs in München und Dortmund auf und zog im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie nach Hamburg. In der Hansestadt studierte sie Jura. Nach ihrem Studium zog sie 2010 nach Berlin, wo sie als Referentin für Rechtspolitik bei der Bundestagsfraktion der Linken arbeitete. Ihr damaliges berufliches Ziel war es, als Menschenrechtsanwältin zu arbeiten, wie sie im Morgenpost-Interview erzählte. Eralp ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.

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Politische Stationen von Elif Eralp in Berlin

Eralp ist seit 2017 Mitglied der Linken. Im Dezember 2018 wurde sie in den Berliner Landesvorstand gewählt. Bei der Wahl 2021 unterlag sie im Wahlkreis 2 in Friedrichshain-Kreuzberg der grünen Kandidatin Marianne Burkert-Eulitz, erhielt ihr Mandat im Abgeordnetenhaus jedoch über Listenplatz 7. Bei der Wiederholungswahl 2023 verteidigte sie ihren Sitz. Seit Mai 2025 ist Eralp stellvertretende Vorsitzende der Berliner Linken. Im Oktober 2025 wurde sie zur Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Berlin-Wahl 2026 nominiert.

Politische Positionen der Berliner Linken unter Eralp

Die Linke setzt den Fokus auf soziale Gerechtigkeit und den Wohnungsmangel. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander, sagte Eralp im April 2026. Der Hauptgrund für diese Misere seien vor allem die viel zu hohen Mieten. „Sie führen dazu, dass das Leben in unserer Stadt immer anstrengender ist.“ Eralp verspricht: „Ich werde den Mieterschutz zur Chefinnensache machen und ab Tag eins zeigen, dass wir es wirklich ernst meinen.“ Konkret fordert die Linke ein Verbot möblierter Wohnungen auf Zeit in allen Milieuschutzgebieten sowie ein Verbot von Ferienwohnungen in Wohnhäusern. Ein „Sicher-Wohnen-Gesetz“ soll großen Vermietern vorschreiben, einen bestimmten Anteil der jährlich frei werdenden Wohnungen an Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen zu vermieten.

Weitere Positionen: Verkehr, Olympia, Tempelhofer Feld

Im Morgenpost-Interview nimmt Eralp zu weiteren Streitthemen Stellung: Zu Pollern und Kiezblocks in Wohnvierteln sagt sie, dies müsse man im Einzelfall entscheiden. Sie spricht sich für Tempo 30 in der Innenstadt aus, für weniger Autos und mehr bezahlbare Alternativen in der Mobilität. Eine Olympia-Bewerbung Berlins lehnt sie ab. Auch eine Randbebauung des Tempelhofer Felds lehnt Eralp ab.

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