SPD-Spitzenkandidat Krach signalisiert Offenheit für Koalition mit CDU unter Evers
Der SPD-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, Steffen Krach, hat eine mögliche Zusammenarbeit mit dem neuen CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers nach der Wahl im September nicht ausgeschlossen. „Mit Stefan Evers arbeiten wir aktuell zusammen und natürlich ist das auch eine Möglichkeit für die Zukunft“, sagte Krach im Podcast „Berlin Playbook“ des Nachrichtenportals „Politico“. Evers ist im Berliner Senat für Finanzen und Kultur zuständig.
Krach schloss zuvor Zusammenarbeit mit Kai Wegner aus
Eine Zusammenarbeit mit Berlins noch Regierendem Bürgermeister Kai Wegner hatte Krach zuletzt strikt ausgeschlossen. „Ich habe aber ausdrücklich nicht gesagt, dass eine Zusammenarbeit mit der CDU nicht mehr infrage kommt. Und natürlich ist das jetzt eine neue Situation“, betonte Krach. Die CDU war zuvor mit Wegner in die Wahl gegangen, der jedoch nach internen Querelen durch Evers ersetzt wurde.
Vorbehalte wegen Fördergeldaffäre bleiben bestehen
Trotz der grundsätzlichen Offenheit äußerte Krach weiterhin Vorbehalte. Evers habe Wegner bis zum letzten Tag unterstützt. „Von daher ist das System Wegner ja nicht beendet. Und natürlich stellt sich auch die Frage, welche Rolle der Finanzsenator in der Fördergeldaffäre gespielt hat.“ Die Affäre hatte zuvor für Schlagzeilen gesorgt und die CDU in Bedrängnis gebracht.
Krachs Äußerungen deuten auf eine mögliche Neuausrichtung der SPD-Strategie hin, nachdem eine Koalition mit der CDU unter Wegner ausgeschlossen worden war. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet im September statt.



