Eurodrone-Projekt: Dassault fordert Entschädigung von Airbus
Eurodrone-Projekt: Dassault fordert Entschädigung

Nach dem Scheitern des europäischen Kampfflugzeugs FCAS droht nun auch das Drohnenprojekt Eurodrone zu platzen. Insidern zufolge streiten der französische Flugzeugbauer Dassault und Airbus über die Aufteilung der Anteile. Dassault fordert von Airbus eine Entschädigung, da das Unternehmen einen geringeren Anteil an dem Vorhaben erhalten soll. Grund dafür ist die Entscheidung der französischen Regierung, bis 2035 keine Mittel für den Kauf der Drohnen bereitzustellen.

Hintergrund des Streits

Drei mit dem Vorgang vertraute Personen berichten, dass Dassault eine finanzielle Kompensation verlangt. Das Unternehmen selbst lehnte eine Stellungnahme ab. Airbus hingegen verwies auf Aussagen von Konzernchef Guillaume Faury, der im April erklärt hatte, das Projekt werde „wahrscheinlich in einem etwas anderen Rahmen“ fortgesetzt. Das französische Verteidigungsministerium hat bislang nicht auf eine Anfrage reagiert.

Eurodrone als Alternative zum US-Reaper

Die Eurodrone wird von Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien gemeinsam entwickelt und soll eine Alternative zur US-amerikanischen Reaper-Drohne bieten. Das Vorhaben ist eines von drei großen Rüstungsprojekten, auf die sich die Staats- und Regierungschefs 2017 geeinigt hatten. Neben der Eurodrone stehen auch das Kampfflugzeug FCAS und der Panzer MGCS auf der Kippe.

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Erst Anfang der Woche hatte Deutschland beim FCAS die Reißleine gezogen. Auch der Panzer MGCS verzögert sich. Damit geraten die europäischen Rüstungsprojekte zunehmend unter Druck.

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