US-Militär setzt Angriffswelle fort
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffswelle gegen Ziele im Iran fortgesetzt und als „erfolgreich“ bezeichnet. Das Regionalkommando Centcom teilte mit, dass Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert wurden. Die „schwere“ Angriffswelle sei eine Antwort auf die versuchten Raketenangriffe des Irans auf US-Truppen in der Region gewesen. Der iranische Rundfunk verbreitete eine Stellungnahme der Revolutionsgarden, wonach der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Centcom erklärte jedoch, alle Raketen seien abgefangen worden.
Neue Sanktionen und Ölpreisschock
Die USA haben neue Iran-Sanktionen verhängt. Diese richten sich gegen acht Tanker und zehn Unternehmen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Sechs der betroffenen Unternehmen haben ihren Sitz in China. US-Präsident Donald Trump kündigte in einem Interview mit Fox News harte Vergeltungsmaßnahmen an. Trump sagte wörtlich: „We're going to beat the fucking shit out of them.“ Die Ölpreise reagierten sofort: Ein Barrel Brent verteuerte sich um sieben Prozent auf mehr als 90 Dollar, US-Öl WTI kostete etwa sechs Prozent mehr. Bereits zuvor waren die Preise infolge der Spannungen gestiegen.
Drohnenangriff auf US-Tanker in Ägypten
Eine Drohne traf im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta einen US-Gastanker. Die britische Sicherheitsfirma Ambrey teilte mit, dass die „Energos Winter“, ein schwimmendes Tank- und Regasifizierungsschiff, in Brand geriet. Das Feuer griff auf ein weiteres Schiff, die „Gaslog Salem“, über. Das ägyptische Ölministerium bestätigte den Brand, erwähnte jedoch keinen Drohnenangriff. Die Flammen seien rasch gelöscht worden, es habe keine Verletzten gegeben. Der Vorfall schürt die Sorge über eine weitere Ausweitung des Iran-Kriegs, der seit fünf Monaten tobt.
Irak und Jordanien im Kreuzfeuer
Die USA und Saudi-Arabien griffen Stellungen proiranischer Milizen im Irak an. Ziel der Luftangriffe seien mehrere Logistik- und Waffenlager im Osten des Landes gewesen, so Centcom. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) meldeten 20 getötete und 32 verletzte Kämpfer. Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi berief eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats ein und sagte einen geplanten Besuch beim saudischen Kronprinzen ab. Die jordanische Flugabwehr fing fünf Raketen aus dem Iran ab, wie das jordanische Militär mitteilte. Ob es Opfer gab, wurde zunächst nicht bekannt.
Huthis erwägen Gebühren für Rotes Meer
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen erwägt offenbar die Einführung von Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch das Rote Meer. Dies sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan bezieht sich auf die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Die Idee wurde demnach bei einem Treffen in Teheran erörtert. Mit einer solchen Gebühr solle der Druck auf die USA erhöht werden. Ein arabischer Vertreter sagte, dass mit den aus Teheran zurückgekehrten Huthi-Funktionären auch iranische Berater in den Jemen gekommen seien, die den Aufbau einer Behörde zur Gebührenabgabe anleiten sollen.
Wirtschaftliche Folgen und humanitäre Lage
Die Preise im Iran steigen weiter stark. Nach Wirtschaftsprotesten im Januar und nunmehr fast fünf Monaten Konflikt mit den USA wird das Leben für die Menschen immer teurer. Die Preise seien im vergangenen Jahr um 66 Prozent gestiegen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet von einem starken Preisanstieg für medizinische Dienstleistungen. Krankenhäuser seien überfüllt, vor Fachambulanzen bildeten sich lange Warteschlangen. Die Ölpreise ziehen infolge der neuen Gefechte deutlich an und verstärken die globale Unsicherheit.
Diplomatische Manöver und Ukraine-Warnung
Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu traf US-Präsident Trump im Weißen Haus zu einem etwa 90-minütigen Gespräch. Netanjahu bezeichnete das Treffen als „eines der besten“ und betonte das gemeinsame Ziel, den Iran an Atomwaffen zu hindern. Trump sagte, Netanjahu wolle die USA im Iran-Krieg involviert halten. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warnte seinen iranischen Amtskollegen nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer vor einer Eskalation. Sybiha betonte, die Ukraine greife keine zivilen Schiffe an und wolle eine unnötige Eskalation vermeiden.



