Mit der großangelegten Übung Steadfast Dart bereiten sich Nato-Partner auf mögliche Bedrohungen in der Ostsee vor. Der Befehlshaber der Allied Reaction Force (ARF), Generalleutnant Gianluca Carai, betonte bei einer Pressekonferenz auf dem spanischen Docklandungsschiff ESPS 'Castilla' in Kiel, dass die Truppe kampfbereit und einsatzfähig sein müsse, unabhängig vom Wetter.
Die ARF, eine schnelle Eingreiftruppe mit rund 40.000 Soldaten, führt das Manöver durch. Carai hat Marine-, Luft-, Land-, Cyber-, Weltraum- und Spezialeinheiten unter seinem Kommando. In den vergangenen zehn Tagen wurden Streitkräfte auf See-, Land- und Luftweg nach Deutschland verlegt und dort gesammelt. Am 18. Februar ist eine amphibische Landungsoperation am Truppenübungsplatz Putlos geplant.
Steadfast Dart 26 ist die größte Nato-Übung dieses Jahres. Sie demonstriert die schnelle Verlegung von Truppen aus Südeuropa an die Ostflanke. Im Marinestützpunkt Kiel traf ein Flottenverband mit Schiffen aus fünf Nationen ein. Bundeswehr-Sprecher Frank Martin bezeichnete die Versorgung und Reparatur der Schiffe als Herausforderung, die der Stützpunkt bewältigen könne.
Die Wahl der Ostsee als Übungsort habe keinen konkreten Anlass, stehe aber im Zusammenhang mit der angespannten Sicherheitslage in der Region, erklärte Martin. Die Truppen agieren auch in Niedersachsen auf dem Truppenübungsplatz Bergen.
Nato-General Ingo Gerhartz nannte die Übung ein starkes Zeichen der Bündnissolidarität. Deutschland spiele eine Schlüsselrolle als zentrales logistisches Drehkreuz und wichtigstes Transitland. Das Nato-Kommando in Brunssum führt die Übung mit rund 10.000 Soldaten, 1.500 Fahrzeugen und 17 Schiffen aus 13 Nationen. Die größten Beiträge kommen aus Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei.
US-Streitkräfte sind nicht beteiligt, was die europäische Säule der Nato stärken soll. Dieses Thema wird auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz ab Freitag diskutiert.



