CDU-Kandidat Hoffmann gewinnt OB-Wahl in Aue-Bad Schlema gegen Rechtsextremen
CDU-Kandidat Hoffmann gewinnt OB-Wahl in Aue-Bad Schlema

Die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema ist entschieden: Der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann hat sich in der Stichwahl gegen den Kandidaten der rechtsextremen Kleinpartei „Freie Sachsen“ durchgesetzt. Wie die Stadt am Sonntagabend bekanntgab, erhielt Hoffmann im zweiten Wahlgang 5.007 Stimmen, während sein Gegenkandidat Stefan Hartung auf 4.499 Stimmen kam. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 Prozent.

Knapper Sieg für Hoffmann

Der 47-jährige Hoffmann, bisheriger Beigeordneter der Stadt, konnte sich damit gegen den von der rechtsextremen Partei unterstützten Kandidaten behaupten. „Ich bin überglücklich und dankbar für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler“, sagte Hoffmann nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Er kündigte an, sich für eine offene und tolerante Stadt einsetzen zu wollen. Die „Freien Sachsen“ gelten als rechtsextrem und werden vom sächsischen Verfassungsschutz beobachtet. Stefan Hartung, der für die Partei antrat, zeigte sich enttäuscht, aber kämpferisch: „Wir haben einen Achtungserfolg erzielt und werden weiter für unsere Ziele kämpfen.“

Hintergrund der Wahl

Die Stichwahl war notwendig geworden, da im ersten Wahlgang vor zwei Wochen keiner der ursprünglich vier Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte. Hoffmann lag damals mit rund 35 Prozent knapp vor Hartung mit 30 Prozent. Die Wahl galt als Stimmungstest für die politische Lage in Sachsen, wo die rechtsextreme AfD in Umfragen stark zulegt. In Aue-Bad Schlema, einer Stadt im Erzgebirgskreis mit rund 20.000 Einwohnern, hatte die „Freien Sachsen“ zuvor bei Kommunalwahlen nur marginale Erfolge erzielt.

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Reaktionen aus der Politik

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gratulierte Hoffmann zum Wahlsieg. „Das ist ein gutes Zeichen für die Demokratie in Sachsen“, ließ er über Twitter mitteilen. Auch die SPD und die Grünen zeigten sich erleichtert. Die AfD, die im ersten Wahlgang keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hatte, äußerte sich nicht offiziell. Beobachter werten den knappen Ausgang als Warnsignal für die etablierten Parteien. Die „Freien Sachsen“ hatten im Wahlkampf mit aggressiver Rhetorik gegen Migranten und die Bundesregierung mobilisiert.

Die Wahl in Aue-Bad Schlema ist die erste OB-Wahl in Sachsen seit der Kommunalwahl 2024, bei der die AfD in vielen Gemeinden stark zugelegt hatte. In den kommenden Monaten stehen weitere Stichwahlen in anderen sächsischen Städten an, darunter in Chemnitz und Zwickau.

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