Wahlomat zur Berlin-Wahl 2026: Start, Thesen, Bewerbung – alle Infos
Wahlomat Berlin 2026: Start, Thesen, Bewerbung

Der Wahlomat zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin 2026 wird voraussichtlich zwei bis vier Wochen vor dem Wahltag am 20. September online gehen. Das teilte die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) mit. Bei der letzten Berlin-Wahl im Februar 2023 stand das Tool 18 Tage vor der Wahl zur Verfügung. Insgesamt werden wieder 38 Thesen von den Nutzern bewertet.

Wie funktioniert der Wahlomat?

Der Wahlomat, offiziell „Wahl-O-Mat“, ist ein Online-Tool, das seit 2002 von der BPB und den Landeszentralen angeboten wird. Nutzer bewerten 38 Thesen zu politischen Themen, stimmen ihnen zu, lehnen sie ab oder antworten neutral. Anschließend vergleicht das Tool die eigenen Antworten mit den Positionen der zur Wahl zugelassenen Parteien und zeigt die Übereinstimmungen in Prozent an.

Junge Wahlberechtigte gesucht: Bewerbung bis 4. Mai 2026

Die Thesen werden von einer Redaktion aus jungen Wahlberechtigten, Fachleuten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie Vertretern der BPB und der Berliner Landeszentrale erarbeitet. Interessierte können sich bis zum 4. Mai 2026 über ein Formular auf der BPB-Website bewerben. Teilnehmen können Wahlberechtigte, die am Wahltag zwischen 16 und 26 Jahre alt sind. Da der Wahlomat überparteilich ist, dürfen keine Positionen in einer politischen Partei oder deren Jugendorganisation wahrgenommen werden.

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Der Workshop startet am Donnerstag, 11. Juni, um 15 Uhr und endet am Samstag, 13. Juni, um 13 Uhr. Ein digitales Vortreffen findet am Montag, 8. Juni, von 16 bis 18 Uhr statt.

Thesenentwicklung und Parteienbeteiligung

Nach dem ersten Workshop werden die 80 bis 100 erarbeiteten Thesen den Parteien über ein Online-Eingabesystem zur Verfügung gestellt. Die Parteien haben zwei bis drei Wochen Zeit, alle Thesen zu beantworten und optional eine Begründung abzugeben. Ein Team aus Politikwissenschaftlern prüft die Antworten auf Fehler oder Missverständnisse. „Die Parteien haben immer die letzte Entscheidung über ihre Positionierung. Ihre Antworten werden im Wahl-O-Mat nicht interpretiert, sondern direkt wiedergegeben“, erklären die Macher.

In einem zweiten Workshop, etwa eine Woche vor Veröffentlichung, werden aus den 80 bis 100 Thesen die finalen 38 ausgewählt.

Nutzung und Zielgruppe

Seit seiner Einführung wurde der Wahlomat über 160 Millionen Mal genutzt. Laut einer Umfrage der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind die meisten Nutzer männlich; Frauen machen nur 25 bis 45 Prozent der Nutzungen aus. Ein Fünftel der Nutzer ist unter 30 Jahren, etwa 45 Prozent sind 50 Jahre oder älter.

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