Felix Sturm (47) hat seinen letzten Boxkampf verloren. In der Porsche Arena in Stuttgart unterlag der Ex-Weltmeister dem 14 Jahre jüngeren Granit Stein (33) nach Punkten – ein Urteil, das bei vielen Zuschauern und Experten auf Unverständnis stieß. Sturm beendet damit seine aktive Karriere.
Ein umstrittener Punktesieg für Stein
Der Kampf begann mit einer halbstündigen Verspätung. Sturm, in der roten Ringecke, bestimmte die ersten Runden klar. In Runde 1 und 2 drückte er Stein an die Seile und gab die Richtung vor. Die Fans skandierten „Adnan Catic“ – Sturms bürgerlicher Name. In Runde 4 landete Sturm klarere Treffer, in Runde 5 einen schönen Aufwärtshaken. In Runde 6 wurde Stein wegen eines Kopfstoßes verwarnt und erhielt einen Punktabzug. Dennoch werteten die Punktrichter den Kampf anders: Zwei von drei Richtern sahen Stein vorn.
Sturms letzte Runden und Reaktionen
In den späteren Runden drehte Stein auf. Runde 7 und 9 gingen an den aktiveren Stein, Runde 10 verdient an ihn. Sturm zeigte jedoch in Runde 8 eine starke Reaktion und stellte die alte Ordnung wieder her. Hollywood-Star Florian Munteanu sagte am Ring zu BILD: „Ich schätze an Felix seine Ehrlichkeit und Loyalität.“ Oliver Pocher meinte: „Hauptsache, Felix gewinnt. Das ist das Einzige, was zählt.“ Sturm selbst kommentierte: „So ist das Leben halt. Schade, aber es gibt keinen Rückkampf. Ich stehe zu meinem Wort. Das Leben geht weiter.“
Das Ende einer goldenen Generation
Mit 47 Jahren tritt Sturm endgültig von der großen Bühne ab. Der Kampf war der Schlusspunkt einer großen Karriere und der letzte einer „goldenen“ Generation deutscher Boxer. Trotz der Niederlage zeigte Sturm, dass er auch im fortgeschrittenen Alter noch konkurrenzfähig ist. Die Entscheidung der Punktrichter bleibt jedoch umstritten – viele sahen Sturm in Führung.



