Simon Zachenhuber boxt in Saudi-Arabien um WBO-WM-Titel
Zachenhuber boxt in Saudi-Arabien um WM-Titel

Simon Zachenhuber kämpft am 24. Juli in Dschidda, Saudi-Arabien, um den WBO-WM-Titel im Supermittelgewicht. Der 26-jährige Bayer fordert den britischen Titelverteidiger Hamzah Sheeraz heraus. Das Duell ist das Co-Main-Event beim Comeback-Abend des Schwergewichts-Superstars Anthony Joshua, der gegen den Albaner Kristian Prenga antritt, um den Weg für einen Kampf gegen Tyson Fury zu ebnen.

Von "Let's Dance" zur WM-Chance

Zachenhuber, der 2021 durch die RTL-Show "Let's Dance" bekannt wurde, ist aktuell Siebter der WBO-Rangliste. Seine bisher einzige Niederlage erlitt er am 11. April gegen den Engländer Pawel August, als er im Vorprogramm von Fury knapp nach Punkten unterlag. Dem stehen 29 Siege gegenüber. Der Kampf gegen Sheeraz wird von DAZN übertragen.

"Seit Jahren opfere ich alles für den Sport und habe mich in sehr kleinen, harten Schritten die Rankings hochgekämpft. Hamzah ist nicht umsonst Weltmeister und hat eine starke Knockout-Quote. Ich komme als Außenseiter nach Dschidda, aber auch wir kennen unsere Stärken", sagte Zachenhuber. "Um die WM boxen zu dürfen, war schon immer mein Traum und ich werde alles dafür geben, den Gürtel mit nach Deutschland zu nehmen."

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Sheeraz: Topstar mit starker Bilanz

Sheeraz gilt als einer der kommenden Topstars des britischen Boxens. Der 27-Jährige eroberte den WBO-Gürtel im Mai, als er den Münchner Alem Begic in der zweiten Runde k.o. schlug – damals im Vorprogramm von Schwergewichts-König Oleksandr Usyk an den Pyramiden von Gizeh.

Eingefädelt hat die WM-Chance Zachenhubers Manager Lasse Krüger, der auch Schwergewichts-Champion Agit Kabayel betreut. "Simon ist einer der wenigen Deutschen, die bereits seit längerer Zeit in den Top 10 der Welt sind, und er hat sich diese Chance absolut verdient", sagte Krüger. "Dank unserer Kontakte durch die Agit-Kämpfe haben wir jetzt einige Türen, die wir öffnen können. Durchgehen müssen die Jungs natürlich selber, und es wartet eine sehr große Aufgabe auf Simon. Dass er die annimmt, zeichnet ihn aus – und er wird an dem Tag alles geben, um die Welt zu schocken."

Kabayels Vorbild: Vom Underdog zum Weltmeister

Genau das ist Kabayel gelungen: Ende 2023 schlug er in Riad auf der Undercard von Joshua den favorisierten Russen Arslanbek Makhmudov k.o. und brachte sich in Position für weitere große Kämpfe. Ende Juni stufte der Weltverband WBC den Bochumer vom Interims- zum vollwertigen Weltmeister hoch, nachdem Titelträger Usyk den Gürtel niedergelegt hatte. Zachenhuber kämpft nun direkt um den heißen Preis.

Erst am vergangenen Wochenende hatte der Hamburger Schwergewichtler Peter Kadiru unverhofft eine WM-Chance erhalten. Gegen den Russen Murat Gassiev unterlag er in Moskau im Duell um den WBA-Titel durch Technischen K.o. in Runde sechs. Zurzeit gibt es im Profiboxen neben Kabayel nur zwei weitere deutsche Weltmeister: Im Cruisergewicht trägt Noel Mikaelian die WBC-Krone, Nina Meinke ist IBF-Weltmeisterin im Federgewicht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration