Trainer Miroslav Klose (48) und der 1. FC Nürnberg stehen vor einer der größten Herausforderungen der neuen Saison: die Neubesetzung der linken Abwehrseite. Berkay Yilmaz (21), der nach einer zweijährigen Leihe zum SC Freiburg zurückgekehrt ist, hinterlässt eine große Lücke. Mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke war der Deutsch-Türke ein wichtiger Bestandteil des Teams und dient nun als Prototyp für die Nachfolgersuche.
Klose hat klares Anforderungsprofil
„Wir haben schon ein Profil im Kopf“, sagte Klose. „Aber man darf auch nicht vergessen, was für ein Profil Berkay hatte, als er hierhergekommen ist. Daran hat er gearbeitet und letztlich richtige Stärken bekommen mit seinem Tempo und seinem Dribbling. Das ist unser Weg mit den Spielern.“ Nach dem Testspiel in Ansbach (5:1) sprach Klose von „positiven Signalen“, dass sich auf der linken Seite und in der Innenverteidigung vor dem Trainingslager ab Sonntag noch etwas tun werde.
Billemaz-Angebot abgegeben, Nollenberger gescheitert
Sport-Boss Joti Chatzialexiou (50) hatte vor zwei Wochen über den offensiven Außenbahnspieler Clement Billemaz (27/FC Annecy) gesagt: „Auch mit ihm haben wir uns beschäftigt. Aber das ist jetzt nichts, wo wir in engeren Verhandlungen sind.“ Laut der französischen Tageszeitung „Le Dauphiné“ soll der Club Ende Juni jedoch ein Angebot abgegeben haben. Kein Thema mehr ist vorerst Alexander Nollenberger (29). Der Magdeburger Routinier war Nürnbergs Wunschkandidat, und nach BILD-Informationen waren sich die Franken mit dem Spieler bereits einig. Doch nach dem Klassenerhalt verhängte der 1. FC Magdeburg ein Wechselverbot für den gebürtigen Memminger (Marktwert 800.000 Euro). Ein Transfer in diesem Sommer scheint damit vom Tisch, ein erneuter Anlauf im Winter ist möglich.
Klose optimistisch für Trainingslager
Klose bleibt optimistisch, dass die Yilmaz-Nachfolge bis Sonntag geklärt werden kann. Der Weltmeister sagte zu BILD: „Es wäre einfach schön, wenn es bis zum Trainingslager klappt, weil wir dort auch ein Teambuilding machen und die Zeit gemeinsam nutzen wollen. Ich bleibe da guter Dinge.“ Der neue Linksverteidiger soll beim Club auf ein neues Level geführt werden: „Wir haben es geschafft, mit meinem Trainerteam viele Spieler zu verbessern. Unser Ziel muss es sein, so einen großen Konkurrenzkampf zu entfachen, dass ich mich entscheiden muss, wenn zwei auf der gleichen Ebene sind: Wer spielt?“
Eric Porstner als einziger Linksverteidiger im Kader
Bislang ist Talent Eric Porstner (19) der einzige gelernte Linksverteidiger im Kader. Klose: „Wir wissen auch, was wir an Eric haben. Er wird sicherlich die nächsten Schritte machen.“ Mit dem neuen Konkurrenten um den Stammplatz soll Porstner sich weiterentwickeln und um die Position kämpfen.



