Hannover 96: Nilsson-Comeback, Pichler-Einsatz verschoben
Hannover 96: Nilsson-Comeback, Pichler-Einsatz verschoben

Hannover 96 kann im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga auf ein wichtiges Comeback hoffen: Stürmer Gustav Nilsson hat nach überstandener Verletzung das Mannschaftstraining wieder aufgenommen. Der 26-jährige Schwede fiel zuletzt mehrere Wochen mit einer Oberschenkelverletzung aus. Cheftrainer Stefan Leitl bestätigte am Donnerstag: „Gustav hat heute voll trainiert. Er ist schmerzfrei und wird in den kommenden Tagen weiter aufgebaut.“

Nilsson als Option für den Saisonendspurt

Nilsson war in der Hinrunde mit fünf Toren und drei Vorlagen einer der Leistungsträger der Niedersachsen. Sein Ausfall hatte die Offensive geschwächt. Mit 15 Saisontoren ist Nilsson dennoch bester Torschütze des Teams. Sein Comeback kommt zur rechten Zeit: Hannover 96 liegt auf Platz 5 der Tabelle, nur zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Die Mannschaft kämpft um den Aufstieg in die Bundesliga.

Trainer Leitl betonte: „Gustav kann uns in der entscheidenden Phase noch einmal enorm helfen. Er hat Qualität und Torgefahr.“ Ob Nilsson bereits am kommenden Spieltag gegen den SC Paderborn (Samstag, 13 Uhr) im Kader steht, ließ Leitl offen. „Wir werden von Tag zu Tag entscheiden. Er muss sich erst wieder an das volle Trainingspensum gewöhnen.“

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Pichler-Rückschlag: Comeback verzögert sich

Deutlich schlechtere Nachrichten gibt es dagegen um Benedikt Pichler. Der österreichische Angreifer, der im Winter von Holstein Kiel nach Hannover gewechselt war, hatte sich im Training einen Muskelfaserriss zugezogen. Ursprünglich sollte er in dieser Woche wieder einsteigen. Doch die Verletzung hat sich als hartnäckiger erwiesen.

„Benedikt hat einen Rückschlag erlitten“, erklärte Leitl. „Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verletzung noch nicht komplett ausgeheilt ist. Er wird uns wohl noch zwei bis drei Wochen fehlen.“ Das ist ein herber Schlag für Pichler, der nach seinem Wechsel erst auf vier Kurzeinsätze kommt und noch ohne Tor für 96 ist. Der 25-Jährige war als Verstärkung für die Offensive geholt worden, konnte aber bisher nicht wie erhofft eingreifen.

Personelle Engpässe im Sturm

Damit bleibt Hannover 96 im Sturmzentrum dünn besetzt. Neben Nilsson und Pichler fehlt auch der langzeitverletzte Cedric Teuchert (Kreuzbandriss). Als einzige etatmäßige Spitze steht somit Nicolo Tresoldi zur Verfügung. Der 19-Jährige hat in dieser Saison bereits sechs Tore erzielt, ist aber noch nicht die verlässliche Konstante, die sich der Verein erhofft.

Leitl kann notfalls auf die Flügelspieler Louis Schaub und Sebastian Ernst ausweichen, die aber nicht die klassische Mittelstürmer-Rolle bekleiden. „Wir müssen kreativ sein“, sagte der Trainer. „Aber ich vertraue der Mannschaft. Wir haben auch in den vergangenen Wochen ohne Gustav gezeigt, dass wir Tore schießen können.“

Bedeutung für den Aufstiegskampf

Hannover 96 steht vor richtungsweisenden Spielen. Nach Paderborn warten mit dem 1. FC Kaiserslautern und dem FC St. Pauli zwei direkte Konkurrenten im Aufstiegsrennen. Die Rückkehr von Nilsson könnte genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. „Jeder Punkt zählt jetzt“, so Leitl. „Wir wollen bis zum Ende oben dranbleiben.“

Die Fans hoffen, dass Nilsson schnell wieder in Topform kommt. Der Schwede selbst zeigte sich optimistisch: „Ich fühle mich gut. Ich will der Mannschaft helfen, unsere Ziele zu erreichen. Der Aufstieg ist möglich.“ Ob dies gelingt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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