Mertesacker als Spitzenkandidat für den DFB
Der ehemalige Weltmeister Per Mertesacker rückt immer stärker in den Fokus für eine führende Rolle beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Nachdem bereits Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß den 41-Jährigen ins Gespräch gebracht hatte, unterstützen nun weitere prominente Persönlichkeiten diese Idee. Mertesacker wird für eine verantwortliche Position gehandelt, möglicherweise in einer neu geschaffenen Funktion, die die Aufgaben eines Geschäftsführers und Sportdirektors vereint.
Littbarski und Effenberg als Befürworter
Der Weltmeister von 1990, Pierre Littbarski, äußerte sich in der Sendung „Doppelpass“ auf Sport1 positiv über Mertesacker: „Einen Per Mertesacker kann ich mir gut vorstellen. Der hat beim FC Arsenal sehr erfolgreich gearbeitet.“ Littbarski plädierte zudem dafür, Jürgen Klopp als Trainer und Manager der Nationalmannschaft zu installieren – ähnlich wie Klopp es beim FC Liverpool gemacht habe. „Daneben müsse man Leute dazuholen, die Ahnung haben, wie ich den deutschen Fußball ändern kann“, so Littbarski. Er nannte in diesem Zusammenhang auch Miroslav Klose, der aktuell den 1. FC Nürnberg trainiert. Es gehe darum, „wieder Zug reinzubekommen“. Littbarski kritisierte zudem Rudi Völler: „Rudi Völler ist meiner Meinung nach nicht der richtige Mann, der sich um Trainingsinhalte kümmert.“
Auch der frühere Bayern-Kapitän Stefan Effenberg sprach sich für Mertesacker aus: „Ich finde Mertesacker eine tolle Idee. Das macht Sinn. Du brauchst mehr Fachkompetenz in dem Team. Das ist ganz wichtig für den Aufbau von unten.“ Effenberg betonte die Notwendigkeit, Fachleute mit Erfahrung im Jugendbereich einzubinden.
Mertesackers Reaktion und Hintergrund
Mertesacker selbst, der als ZDF-Experte tätig ist, reagierte auf die Unterstützung: „Ich glaube, ich bin wirklich gewachsen in den letzten Tagen, weil es natürlich super schön ist, ein positives Echo zu bekommen von den Fußballgrößen dieses Landes.“ Der 104-malige Nationalspieler leitete zuletzt acht Jahre die Nachwuchsakademie des englischen Meisters FC Arsenal und sammelte dort umfangreiche Erfahrung in der Talentförderung. Hoeneß hatte den Weltmeister von 2014 in der vergangenen Woche ins Gespräch gebracht.
Die Diskussion um eine Neuaufstellung des DFB gewinnt an Fahrt, nachdem die Nationalmannschaft zuletzt enttäuschende Ergebnisse erzielt hatte. Mertesacker wird als Kandidat gesehen, der mit seiner Expertise im Nachwuchsbereich frischen Wind in den Verband bringen könnte.



