Die Schweiz ist im WM-Viertelfinale gegen Argentinien ausgeschieden. Nach einem späten Ausgleich von Breel Embolo und einer umstrittenen Schwalbe in der Verlängerung verlor die Mannschaft mit 2:3. Das Spiel in Kansas City war geprägt von Emotionen und einer neuen Videobeweis-Regel, die den Europäern zum Verhängnis wurde.
Embolo trifft zum Ausgleich – dann die Wende
Breel Embolo erzielte in der 88. Minute den Ausgleich für die Schweiz. Der Jubel war riesig, das Momentum schien auf Seiten der Schweizer. Doch in der Verlängerung entschied der Schiedsrichter nach Videobeweis auf einen umstrittenen Elfmeter für Argentinien. Grund war eine angebliche Schwalbe im Strafraum, die jedoch von vielen Beobachtern als nicht gegeben angesehen wurde.
„Der Videobeweis hat uns heute das Genick gebrochen“, sagte ein sichtlich enttäuschter Embolo nach dem Spiel. „Wir haben alles gegeben, aber die Entscheidung war schwer zu akzeptieren.“ Der Stürmer wurde von seinen Teamkollegen getröstet, während die Argentinier den Einzug ins Halbfinale feierten.
Neue Videobeweis-Regel sorgt für Kontroversen
Die umstrittene Szene ereignete sich in der 105. Minute. Ein argentinischer Spieler kam im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter ließ zunächst weiterspielen. Nach einem Hinweis des Videoassistenten überprüfte er die Szene am Monitor und entschied auf Elfmeter. Die Schweizer Spieler protestierten heftig, da sie die Aktion als Schwalbe ansahen. Der Elfmeter wurde von Lionel Messi verwandelt, der damit das 3:2 für Argentinien erzielte.
Die neue Regel erlaubt es dem Videoassistenten, auch bei vermeintlichen Schwalben einzugreifen, wenn diese zu einem Tor oder einer klaren Torchance führen. „Das ist eine Interpretation, die wir so nicht verstehen“, kritisierte der Schweizer Trainer. „Wir haben das Gefühl, dass der Fußball dadurch an Fairness verliert.“
Statistik: Schweiz mit Chancenplus
Laut offiziellen Statistiken hatte die Schweiz mehr Ballbesitz (55 Prozent) und mehr Torschüsse (14 zu 10). Dennoch reichte es nicht zum Sieg. „Wir haben ein großartiges Turnier gespielt und sind stolz auf unsere Leistung“, sagte Kapitän Granit Xhaka. „Aber heute war das Glück nicht auf unserer Seite.“
Argentinien trifft im Halbfinale auf Brasilien. Für die Schweiz endet das Turnier mit einer starken Leistung, die jedoch nicht belohnt wurde. Die Tränen von Breel Embolo waren der emotionale Höhepunkt eines dramatischen Spiels.



