Tadej Pogacar hat auf dem Weg zu seinem fünften Tour-de-France-Sieg einen weiteren Etappenerfolg gefeiert. Der slowenische Weltmeister gewann die zehnte Etappe über 166,6 Kilometer von Aurillac nach Le Lioran am französischen Nationalfeiertag im Alleingang und baute seine Führung in der Gesamtwertung auf über drei Minuten aus.
Schwere Etappe mit sieben Bergwertungen
Die Etappe im Zentralmassiv war mit sieben Bergwertungen und rund 3.800 Höhenmetern anspruchsvoll. Pogacar setzte sich souverän durch, gefolgt von Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel und dem französischen Jungstar Paul Seixas. Florian Lipowitz zeigte eine starke Leistung und wurde Vierter mit 34 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Er erreichte das Ziel in 1.240 Metern Höhe und ließ dabei sogar den zweimaligen Tour-Champion Jonas Vingegaard hinter sich.
Lipowitz überzeugt als Vierter
Lipowitz, der im Vorjahr Dritter wurde, konnte dem Tempo von Pogacar nicht folgen, zeigte sich aber in starker Form. Zwischenzeitlich hängte er sogar seinen Co-Kapitän Remco Evenepoel ab, der sich jedoch zurückkämpfte. In der Gesamtwertung verbesserte sich Lipowitz auf den sechsten Platz.
24. Tour-Etappensieg für Pogacar
Für Pogacar war es der dritte Etappensieg bei der Tour 2026 und der insgesamt 24. seiner Karriere. Damit rückt er in der Rekordliste nahe an den viertplatzierten André Leducq (Frankreich/25) heran. Die meisten Tour-Etappen hat Ex-Weltmeister Mark Cavendish (Großbritannien/35) gewonnen.
Ausblick: Sprinter-Etappe am Mittwoch
Am Mittwoch dürfen die Sprinter auf eine Massenankunft hoffen. Die elfte Etappe führt über 161,3 Kilometer von Vichy nach Nevers. Das Terrain ist fast ausschließlich flach, lediglich zwei Bergwertungen der vierten Kategorie warten auf die Fahrer.



