TV-Experte zerlegt Paraguay: „Widerlicher Fußball!“ bei WM
TV-Experte zerlegt Paraguay: „Widerlicher Fußball!“

MagentaTV-Analyst Jan Henkel hat den WM-Auftritt Paraguays gegen Frankreich in deutlichen Worten kritisiert. In einer TV-Analyse bezeichnete er die Spielweise der Südamerikaner als „widerlichen Fußball“. Die Aussage fiel nach dem Achtelfinalspiel, das Frankreich mit 2:0 für sich entschied.

Henkels harte Kritik an Paraguays Defensivtaktik

„Was Paraguay da gezeigt hat, war kein Fußball, sondern reine Zerstörung. Ständige Fouls, Zeitspiel und keine Offensivbemühungen – das ist widerlich für jeden Zuschauer“, so Henkel. Er kritisierte besonders die Taktik, die darauf ausgelegt war, das Spiel zu verlangsamen und den Gegner zu frustrieren. Paraguay kam in der gesamten Partie nur auf 32 Prozent Ballbesitz und keinen einzigen Torschuss.

Die paraguayische Mannschaft um Kapitän Gustavo Gómez hatte sich von Beginn an auf eine defensive Blockade konzentriert. Frankreich dominierte das Spiel mit 68 Prozent Ballbesitz, doch Paraguay hielt lange stand. Erst in der 73. Minute erzielte Kylian Mbappé das 1:0, Antoine Griezmann legte in der 89. Minute nach.

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Reaktionen auf die TV-Abrechnung

Henkels Aussage löste in den sozialen Medien gemischte Reaktionen aus. Einige Nutzer stimmten zu, dass Paraguays Stil unattraktiv sei, während andere die defensive Disziplin lobten. „Es ist legitim, mit einer solchen Taktik zu spielen, wenn man die Qualität des Gegners respektiert“, schrieb ein User. Henkel blieb jedoch bei seiner Kritik: „Das ist nicht der Fußball, den wir bei einer WM sehen wollen. Es geht um Unterhaltung und Sportlichkeit.“

Die paraguayische Presse reagierte verhalten auf die Kritik. „Henkel vergisst, dass Paraguay mit dieser Taktik beinahe die Verlängerung erreicht hätte“, kommentierte die Zeitung „ABC Color“. Tatsächlich hielt die Abwehrreihe um Gómez und Júnior Alonso 72 Minuten lang dicht.

Paraguays WM-Aus und der Blick nach vorne

Für Paraguay endet die WM damit im Achtelfinale. Es war die erste Teilnahme seit 2010, als man ebenfalls im Achtelfinale gegen Spanien ausschied. Trainer Guillermo Barros Schelotto verteidigte die Taktik: „Gegen Frankreich mussten wir uns anpassen. Wir haben alles gegeben, aber die individuelle Klasse des Gegners hat den Unterschied gemacht.“

Henkels Analyse bei MagentaTV war Teil einer ausführlichen Nachbesprechung. Der Sender zeigte auch Szenen, in denen Paraguay-Spieler nach Fouls lange am Boden blieben und das Tempo aus dem Spiel nahmen. „Das ist nicht nur widerlich, sondern auch unfair gegenüber dem Gegner und den Fans“, so Henkel. Die Diskussion um defensive Spielweisen bei großen Turnieren dürfte damit neu entfacht sein.

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