Ole Werner hat ein lukratives Angebot des saudi-arabischen Klubs Al-Ahli abgelehnt. Das berichtet BILD am heutigen Dienstag. Der 38-jährige Fußballtrainer, der im Juni überraschend bei RB Leipzig entlassen wurde, hätte beim asiatischen Champions-League-Sieger ein Gehalt auf Jaissle-Niveau verdienen können.
Mega-Angebot aus der Wüste
Al-Ahli hatte Werner als Top-Kandidaten für den Trainerposten gehandelt. Der Klub aus Dschidda sucht einen Nachfolger für Matthias Jaissle, der kurz vor einem Wechsel zu Newcastle United steht. Jaissles Gehalt in Saudi-Arabien wird auf elf Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Werner hätte ähnlich viel verdienen können – ein Vielfaches seines aktuellen Grundgehalts von geschätzt 3,7 Millionen Euro, das ihm RB Leipzig bis Sommer 2027 weiterhin zahlt.
Doch trotz der verlockenden finanziellen Perspektive sagte Werner ab. Wie BILD aus informierten Kreisen erfuhr, will der gebürtige Kieler die Zeit der Freistellung nutzen, um neue Energie zu tanken. Nach seinen Trainerstationen in Kiel, Bremen und zuletzt Leipzig scheint der Zeitpunkt für einen neuen Job verfrüht.
Enttäuschendes Ende in Leipzig
Die Entlassung in Leipzig hatte tiefe Spuren hinterlassen. Werner erfuhr von seiner Freistellung aus den Medien, was Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer später öffentlich bedauerte. Gegenüber BILD sagte Schäfer: „Das war sowohl dem Menschen als auch dem Trainer Ole Werner gegenüber absolut unwürdig. Mir tut das wirklich sehr leid. Gar keine Frage.“
Dabei war die sportliche Bilanz des 38-Jährigen beachtlich: RB Leipzig beendete die Bundesliga-Saison auf Platz drei und qualifizierte sich für die Champions League. Dennoch entschieden sich die Verantwortlichen im Juni für eine Trennung – eine Entscheidung, die in Fachkreisen auf Unverständnis stieß.
Zukunft offen
Werners Vertrag bei RB Leipzig läuft noch bis Sommer 2027. Ob er nach Ablauf des Vertrags wieder ein Traineramt übernimmt, ist derzeit offen. Das Interesse aus Saudi-Arabien zeigt jedoch, dass sein Marktwert weiterhin hoch ist. Die Absage an Al-Ahli dürfte andere Klubs auf den Plan rufen, die nach einem erfahrenen Bundesliga-Trainer suchen.
Für Werner selbst steht zunächst die Regeneration im Vordergrund. Die vergangenen Jahre waren intensiv, der Rauswurf in Leipzig ein emotionaler Tiefpunkt. Die Entscheidung, das Millionenangebot auszuschlagen, unterstreicht, dass er nicht aus finanziellen Motiven handelt, sondern eine bewusste Karriereplanung verfolgt.
Ob und wann Werner auf die Trainerbank zurückkehrt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Nachfrage nach seinen Diensten ist ungebrochen, und die Absage an Al-Ahli dürfte seine Position auf dem Trainermarkt weiter stärken.



