In Deisenhausen startet ein neues Projekt, das Inklusion erlebbar macht: Unter dem Motto „Perspektivwechsel“ treffen Menschen mit und ohne Behinderung aufeinander, um gemeinsam Barrieren abzubauen. Die Idee stammt vom örtlichen Arbeitskreis Inklusion, der damit einen Beitrag zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe leisten will. Das Besondere: Die Teilnehmer schlüpfen in die Rolle des jeweils anderen und erfahren so den Alltag aus einer neuen Sicht.
Ein Tag im Rollstuhl: So funktioniert der Perspektivwechsel
Beim ersten Treffen des Projekts standen praktische Übungen im Mittelpunkt. Die Teilnehmer konnten im Rollstuhl einen Parcours bewältigen, mit verbundenen Augen einen Hindernisparcours meistern oder Kommunikation ohne Worte ausprobieren. „Man merkt schnell, wie viele Hürden es im Alltag gibt, die man als Nichtbetroffener gar nicht wahrnimmt“, erklärte eine Teilnehmerin. Die Aktion fand großen Anklang, und viele äußerten den Wunsch nach weiteren Terminen.
Gemeinsam Barrieren abbauen
Der Arbeitskreis Inklusion in Deisenhausen hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig Begegnungen zu fördern. Geplant sind regelmäßige Treffen, bei denen sowohl praktische Erfahrungen als auch Gespräche im Vordergrund stehen. „Wir wollen keine Paradedisziplin, sondern echte Begegnung auf Augenhöhe“, betonte ein Organisator. Das Projekt wird von der Gemeinde unterstützt und ist Teil eines größeren Konzepts zur barrierefreien Gestaltung des Ortes.
Positive Resonanz aus der Bevölkerung
Die Resonanz aus der Bevölkerung ist überwältigend. Bereits zur ersten Veranstaltung kamen über 30 Interessierte, darunter auch Menschen mit Behinderung, Angehörige und Vertreter lokaler Vereine. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich über Barrierefreiheit in Deisenhausen zu informieren und eigene Erfahrungen auszutauschen. Der Arbeitskreis hofft, mit dem Projekt langfristig das Bewusstsein für Inklusion zu stärken und konkrete Verbesserungen anzustoßen.
Das nächste Treffen ist bereits in Planung. Dann sollen auch Themen wie barrierefreies Wohnen und Arbeit in den Fokus rücken. Der Arbeitskreis lädt alle Interessierten ein, sich zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen.



