Ein 62 Jahre alter Mann ist nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 5 bei Rastatt seinen Verletzungen erlegen. Er starb am Montag im Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Der Unfall ereignete sich bereits am Freitag, als ein 70-jähriger Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.
Unfallhergang: Ruckartige Lenkbewegung führt zu Kollision
Nach bisherigen Ermittlungen war der 70-Jährige auf der A5 unterwegs, als er eine ruckartige Lenkbewegung machte. Dabei prallte er zunächst gegen eine Betonschutzwand und kollidierte anschließend mit dem Wagen des 62-Jährigen. Beide Fahrzeuge überschlugen sich und blieben auf dem Dach liegen. Der 70-Jährige sowie die Beifahrerin des später verstorbenen Mannes wurden schwer verletzt. Sie befinden sich weiterhin in medizinischer Behandlung.
Gaffer behindern Einsatzkräfte und Verkehr
Die Polizei berichtet von zahlreichen Schaulustigen, die den Unfall von der Gegenfahrbahn aus filmten. Sie fuhren dafür bewusst langsamer und behinderten dadurch den Verkehr. Die Beamten bezeichneten dieses Verhalten als „äußerst pietätlos“ gegenüber den Betroffenen und ihren Angehörigen. Mindestens 20 Personen müssen nun mit einem Bußgeld oder strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet.
Rechtliche Folgen für Gaffer
Wer Unfallstellen filmt oder fotografiert, riskiert in Deutschland ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. In schweren Fällen kann auch eine Freiheitsstrafe drohen, etwa wenn Rettungskräfte behindert werden. Die Polizei appelliert an Autofahrer, im Falle eines Unfalls nicht anzuhalten, um zu filmen, sondern Platz für Rettungsfahrzeuge zu machen und gegebenenfalls Erste Hilfe zu leisten.
Der tödliche Ausgang dieses Unfalls zeigt einmal mehr, wie wichtig rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr ist. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.



