Deutschland ist nach der Niederlage gegen Paraguay aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Viele Fans fühlen sich, als wäre ihr WM-Leben über Nacht zusammengebrochen. Zwei erfahrene Psychologen erklären, warum der Schmerz so stark sein kann, ab wann Trauer gefährlich wird und welche konkreten Schritte helfen, wieder Kontrolle und Lebensfreude zu gewinnen.
Warum der Schmerz so tief sitzt
Laut den Psychologen ist die Identifikation mit der Nationalmannschaft bei vielen Fans so stark, dass ein Ausscheiden wie ein persönlicher Verlust wirkt. „Fußball ist für viele ein zentraler Teil ihrer Identität“, sagt einer der Experten. „Wenn das Team verliert, fühlt es sich an, als hätte man selbst versagt.“ Diese emotionale Bindung könne zu intensiven Trauerreaktionen führen.
Ab wann Trauer gefährlich wird
Die Psychologen warnen davor, dass anhaltende Niedergeschlagenheit in eine Depression umschlagen kann. „Wenn die Traurigkeit länger als zwei Wochen anhält, der Alltag nicht mehr bewältigt wird oder Schlaf- und Appetitstörungen auftreten, sollte man professionelle Hilfe suchen“, so ein Experte. Besonders gefährdet seien Menschen, die ohnehin zu psychischen Problemen neigen.
Fünf konkrete Schritte gegen den WM-Blues
Die Psychologen empfehlen fünf Schritte, um aus dem Frust herauszukommen: 1. Den Verlust akzeptieren und bewusst trauern. 2. Ablenkung suchen, etwa durch Hobbys oder Treffen mit Freunden. 3. Positive Erinnerungen an das Turnier bewahren. 4. Neue Ziele setzen, zum Beispiel für die nächste Saison. 5. Bei Bedarf mit anderen Fans oder einem Psychologen sprechen.
Wie man Freunden helfen kann
Auch für Freunde und Familie von betroffenen Fans haben die Psychologen Tipps: Zuhören, ohne zu beschwichtigen, gemeinsame Aktivitäten vorschlagen und darauf achten, ob die Trauer in eine Depression übergeht. „Manchmal reicht es schon, einfach da zu sein“, sagt ein Psychologe.
Mit diesen Ratschlägen können Fans den WM-Frust überwinden und gestärkt aus der Phase hervorgehen. Weitere Details und ausführliche Tipps gibt es bei BILDplus.



