Argentinien gegen England – das WM-Halbfinale am Mittwoch in Atlanta elektrisiert die Massen. Die Südamerikaner sind heiß auf das Hass-Duell beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Während und nach dem 3:1-Sieg nach Verlängerung im Viertelfinale gegen die Schweiz verspotteten die Anhänger des amtierenden Weltmeisters die „Three Lions“ mit Gesängen wie „Wer nicht hüpft, ist ein Engländer“ im Stadion von Kansas City.
Historische Rivalität seit 1962
Die WM-Rivalität zwischen beiden Nationen begann bereits 1962 und ist seitdem von Traumtoren, Kontroversen und politischen Spannungen geprägt. Unvergessen ist das Handtor von Diego Maradona vor 40 Jahren im WM-Viertelfinale gegen England (2:1) in Mexiko-City. Der irreguläre Treffer ging als „Hand Gottes“ in die Geschichte ein – ein Ereignis, das die Engländer bis heute aufwühlt. Auf argentinischer Seite schwelt zudem der Falklandkrieg von 1982.
England will Revanche
Nun können die Engländer Revanche nehmen. Mit einem Sieg gegen Argentinien kämen die „Three Lions“ von Trainer Thomas Tuchel ihrem Ziel näher: 60 Jahre nach dem Heim-Turnier wieder den WM-Titel zu gewinnen. Allerdings bedarf es einer gehörigen Leistungssteigerung nach dem Quäl-Sieg im Viertelfinale gegen Norwegen (2:1 n. V.). Tuchel sagte nach dem Spiel: „Ich bin mit der Leistung der Spieler nicht zufrieden. Wir haben uns das Spiel selbst unglaublich schwer gemacht.“
Tuchel kritisiert eigene Mannschaft
Tuchel betonte, dass es „fantastisch“ sei, unter den besten vier Mannschaften zu stehen. Doch seine Mannschaft habe „schlampig“ und „nicht schnell genug“ gespielt und sich „eine Menge technischer Fehler“ erlaubt. Sein Fazit: „Wir hatten Glück heute.“ Darauf will er Mittwoch nicht komplett setzen, um im Hass-Duell gegen Lionel Messi und Co. zu triumphieren.



