KI-Kobra löst Großeinsatz in Schleswig-Holstein aus
KI-Kobra löst Großeinsatz in Schleswig-Holstein aus

Ein vermeintliches Foto einer Kobra hat in Halstenbek in Schleswig-Holstein einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 40 Einsatzkräfte suchten das Gelände einer Baumschule stundenlang ab – vergeblich. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Bild um eine Fälschung, die mit Künstlicher Intelligenz erzeugt worden war.

Mitarbeiter meldet Schlangensichtung

Ein Mitarbeiter der Baumschule in Halstenbek nahe Hamburg hatte am Morgen angegeben, eine Schlange in einem Graben gesehen zu haben. Nach Angaben der Feuerwehr konnte ein Schlangenexperte anhand des Fotos eine Kobra nicht ausschließen. Daraufhin wurde ein Großeinsatz ausgelöst. Die Feuerwehr setzte Drohnen ein, um das Tier aus sicherer Entfernung aufzuspüren. Für die Bevölkerung wurde über die NINA-App eine Warnung herausgegeben, das betroffene Gebiet zu meiden.

Sohn gesteht Streich

Wie die Feuerwehr später mitteilte, wollte ein Sohn seinen Vater erschrecken. Beide sind in der Baumschule beschäftigt. Der Vater schenkte dem KI-generierten Foto Glauben und alarmierte die Feuerwehr. Der Sohn gestand den Streich erst Stunden nach Beginn des Einsatzes. „Davon sind wir alle mehr als verärgert“, sagte der stellvertretende Wehrführer Esfandiar Rastar. Er sei erleichtert, dass es sich um ein Fake-Foto gehandelt habe, aber die Einsatzkräfte hätten sich die Arbeit sparen können.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kostenfrage noch offen

Wer für die Kosten des Einsatzes aufkommt, ist noch unklar. Der Vorfall zeigt die zunehmende Gefahr von KI-generierten Falschinformationen, die echte Einsätze auslösen können. Die Feuerwehr appelliert an die Bevölkerung, bei vermeintlichen Tierbeobachtungen kritisch zu bleiben und keine KI-Bilder ungeprüft weiterzuleiten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration