Palantir: KI-Nachfrage treibt Umsatz um über 90 Prozent hoch
Palantir: KI-Boom beschert Umsatzplus von 90 Prozent

Die Datenanalysefirma Palantir hat im vierten Quartal 2024 einen Umsatzsprung von 91 Prozent auf 828 Millionen US-Dollar erzielt – angetrieben von der hohen Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI). Das Unternehmen übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die mit 775 Millionen US-Dollar gerechnet hatten. Der Gewinn je Aktie lag bei 14 Cent, während die Prognosen bei 11 Cent lagen.

KI-Plattform treibt Wachstum

Palantir profitiert von der zunehmenden Nutzung seiner KI-Plattform AIP (Artificial Intelligence Platform), die Unternehmen und Behörden dabei hilft, Daten zu analysieren und Entscheidungen zu treffen. Besonders in den USA verzeichnete das Unternehmen ein starkes Wachstum: Der Umsatz in den USA stieg um 52 Prozent auf 594 Millionen Dollar. Der Anteil der US-amerikanischen Kunden am Gesamtumsatz beträgt nun 72 Prozent.

Der Nettogewinn im vierten Quartal belief sich auf 79 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 84 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2024 erzielte Palantir einen Umsatz von 2,87 Milliarden Dollar – ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn für das Gesamtjahr lag bei 462 Millionen Dollar, nach einem Fehlbetrag von 196 Millionen Dollar im Jahr 2023.

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Prognose übertrifft Erwartungen

Für das erste Quartal 2025 erwartet Palantir einen Umsatz zwischen 858 und 862 Millionen Dollar, was einem Wachstum von 37 Prozent entsprechen würde. Analysten hatten im Schnitt mit 798 Millionen Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von mindestens 3,74 Milliarden Dollar – das wäre ein Plus von 30 Prozent.

Die Anleger reagierten erfreut: Die Aktie von Palantir stieg im nachbörslichen Handel um rund vier Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits um mehr als 30 Prozent zugelegt, nachdem er im vergangenen Jahr um 340 Prozent gestiegen war. Damit gehört Palantir zu den größten Gewinnern im Technologiesektor.

Staatliche Aufträge und kommerzielle Kunden

Palantir ist bekannt für seine Zusammenarbeit mit Regierungen und Geheimdiensten, insbesondere in den USA. Im Dezember 2024 erhielt das Unternehmen einen Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums über 36,8 Millionen Dollar für die Weiterentwicklung der KI-Fähigkeiten im militärischen Bereich. Zudem wurde Palantir in das Programm des US-Verteidigungsministeriums zur Künstlichen Intelligenz aufgenommen, das den Einsatz von KI in der Verteidigung vorantreiben soll.

Das kommerzielle Geschäft wächst ebenfalls rasant: Die Zahl der Kunden im kommerziellen Bereich stieg im vierten Quartal um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsätze mit kommerziellen Kunden in den USA legten um 64 Prozent auf 214 Millionen Dollar zu. Palantir verzeichnete im vierten Quartal insgesamt 143 Deals mit einem Volumen von mindestens einer Million Dollar, davon 58 mit mehr als zehn Millionen Dollar.

Bewertung bleibt hoch

Trotz des starken Wachstums bleibt die Bewertung von Palantir ambitioniert: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei über 200, basierend auf den Gewinnen der letzten zwölf Monate. Analysten warnen jedoch vor einer Überbewertung, da das Wachstum möglicherweise nicht auf diesem Niveau gehalten werden kann. Die Aktie wird an der Börse mit einem Vielfachen des Umsatzes gehandelt, das weit über dem Branchendurchschnitt liegt.

Palantir wurde 2003 von Peter Thiel und Alex Karp mitgegründet und hat seinen Hauptsitz in Denver, Colorado. Das Unternehmen ist bekannt für seine Software zur Datenanalyse und -visualisierung, die unter anderem von der CIA und der US-Armee eingesetzt wird. Seit 2020 ist Palantir an der Börse notiert und hat sich zu einem der wertvollsten KI-Unternehmen entwickelt.

Ausblick

Die Geschäftsführung zeigt sich zuversichtlich für die Zukunft: "Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Nachfrage nach KI-Lösungen ungebrochen ist", sagte CEO Alex Karp in einer Telefonkonferenz. "Wir sehen ein enormes Potenzial in der kommerziellen Nutzung unserer Plattform, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Logistik und Finanzen."

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Analysten sehen Palantir als einen der Hauptprofiteure des KI-Booms. Allerdings bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen langfristig erfüllen kann. Die Konkurrenz durch andere KI-Unternehmen wie OpenAI oder Google ist groß, und Palantir muss weiterhin in die Weiterentwicklung seiner Produkte investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.